PAKISTAN

Häuser für von der Flut Betroffene

Pater Tom Rafferty und Bauarbeiter

Pfarrer Tom Rafferty im Gespräch mit einem einheimischen Bauarbeiter.

Verheerende Überschwemmungen in den Jahren 2010 und 2011 machten in Pakistan viele Millionen Menschen obdachlos. Bis heute haben unzählige Familien noch immer kein Dach über dem Kopf.

Die glücklicheren Familien haben Zelte, in vielen Fällen hausen ganze Familien jedoch unter Tüchern oder zerfetzten Lumpen. Die Menschen leben zusammen mit dem wenigen Vieh, das sie retten konnten. In den Hochwassergebieten erblickt man überall eingestürzte Lehmhütten.

Am schlimmsten steht es um die Kinder. Allein 2010 waren zehn Millionen Kinder von den Überschwemmungen betroffen, darunter 2,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Die meisten Betroffenen waren schon vorher arm. Jetzt leben sie in unvorstellbarem Elend. Schon vor der Flutkatastrophe hat in Pakistan eines von zehn Kindern nicht seinen fünften Geburtstag erlebt. Infolge der Flutkatastrophe ist das Leben von bis zu 3,5 Millionen Kindern bedroht.

Im Winter wird es empfindlich kalt, und die hygienische Situation ist oft erbärmlich. Frauen stehen bis zu den Knien in schmutzigen Tümpeln und schöpfen mit Tonkrügen und Kanistern brackiges Wasser. Kein Wunder, dass viele Kinder an Infektionskrankheiten sterben.

Ein Bauarbeiter beim Verputzen der Wand

Ein Bauarbeiter beim Verputzen der Wand. Die Häuser müssen nicht nur Hochwasser, sondern auch Erdbeben standhalten.

Die katholische Kirche in Pakistan hilft den Betroffenen, wo immer es geht. So errichtet  beispielsweise die Diözese Rawalpindi neue Häuser für obdachlose Familien, die in Nowshera am Ufer des Flusses Kabul an der Grenze zu Afghanistan leben. Im Winter wird es hier empfindlich kalt, und möglichst viele Familien sollen ein Dach über dem Kopf haben, bevor die Kälte hereinbricht.

Das Projekt ist gut durchdacht: Die neuen Häuser sollen so gebaut werden, dass sie sicher vor möglichen neuen Überflutungen sind, damit bei dem nächsten Hochwasser nicht alles vergeblich war. Außerdem ist die Region erdbebengefährdet, was ebenfalls berücksichtigt werden muss. KIRCHE IN NOT hat bereits letztes Jahr geholfen und unterstützt auch jetzt den Bau weiterer Häuser mit 15.000 Euro.

Hier können Sie für dieses und ähnliche Projekte spenden.

KIN / S. Stein