INDONESIEN

Motorräder für zwei Pfarreien

Ein Priester aus Indonesien zeigt eine schlechte Straße.

Sackgasse: Hier kommt man nur noch zu Fuß oder mit einem Motorrad weiter.

Die indonesische Insel Sumba hat rund 700 000 Einwohner. Ein knappes Viertel davon sind Katholiken. Obwohl Indonesien das bevölkerungsreichste islamische Land der Welt ist, bilden Christen und die Angehörigen der traditionellen Marapu-Religion auf Sumba die Mehrheit der Bevölkerung.

Etwa zwei Drittel der Einwohner bekennen sich zum Christentum, die meisten davon sind jedoch Protestanten, da im Jahre 1912 die niederländische Kolonialregierung festlegte, dass auf Sumba nur protestantische Missionare, auf der Insel Flores hingegen nur katholische Missionare tätig sein dürfen.

Allerdings waren bereits zwischen 1889 und 1898 Jesuiten auf Sumba tätig gewesen. Zwischen 1898 und 1921 hatten die Katholiken auf der Insel keinen Priester.

1921 kamen Steyler Missionare nach Sumba, 1969 Redemptoristen. Auch der heutige Bischof von Weetebula gehört dem Redemptoristenorden an. Er freut sich darüber, dass die Zahl der Katholiken steigt, möchte aber auch, dass die Gläubigen besser seelsorglich betreut werden. 24 Pfarreien und zwei neue Filialpfarreien gibt es zur Zeit.

Der Filialpfarrei St. Paulus in Karuni gehören 7000 Gläubige an, die sich auf 16 Außenstationen verteilen. Bis zu der am weitesten abgelegenen Außenstation ist man mit dem Motorrad eine Stunde unterwegs. Viele Straßen sind nicht asphaltiert. Das Gebiet ist hügelig und teils gebirgig. Wenn der Priester eine Panne hat, muss er das Motorrad selbst reparieren. Dazu muss er die Ausrüstung stets im Rucksack dabei haben.

Blick in die vollbesetzte Kirche in Karuni

Blick in die vollbesetzte Kirche in Karuni / Indonesien.

Die Filialpfarrei des heiligen Alfons von Liguori in Kererobo hat über 8000 Gläubige, die sich auf neun Außenstationen verteilen. Hier ist das Land zwar flach, jedoch sind die Straßen in der Regenzeit rutschig und schlammig.

Damit die Priester und Katecheten in den neueingerichteten Filialpfarreien einfacher zu den Gläubigen gelangen können, bittet der Bischof uns um vier Motorräder. KIRCHE IN NOT hilft mit 7.000 Euro.

KIN / S. Stein