BOLIVIEN

Existenzhilfe für Ordensschwestern

Gottesdienst in Bolivien.

Das Apostolische Vikariat Pando im Norden Boliviens liegt im flachen Tiefland des Amazonasbeckens. Durch seine abgeschiedene Lage im Urwald ist es nur dünn besiedelt. Die Hauptverkehrswege sind die schiffbaren Flüsse. Die einzige Straße, die die Region mit dem Rest des Landes verbindet, ist in der Regenzeit nicht immer befahrbar.

Unter diesen Bedingungen arbeiten 33 Ordensschwestern. Der Bischof von Pando, Luis Morgan Casey, nennt sie das “Rückgrat der Arbeit, die unsere Kirche hier tut”. Die Schwestern kümmern sich um alles: Sie bereiten Kinder auf die Erstkommunion und Jugendliche auf die Firmung vor, stehen alten und armen Menschen, den Müttern und Kindern zur Seite, leisten medizinische Hilfe und unterstützen die Menschen, die keine Dokumente haben, dabei, bei den Behörden Geburtsurkunden, Ausweise, Taufscheine zu erlangen.

Dies ist wichtig, denn wer keine Papiere besitzt, existiert quasi nicht und kann auch keine Rechte in Anspruch nehmen. Einige Schwestern besuchen auch die Gefängnisse und versorgen die Häftlinge mit Medikamenten. Eine Ordensfrau ist für die katholischen Schulen verantwortlich, eine weitere leitet ein Weiterbildungsprogramm für Erwachsene.

Bischof Casey schreibt uns: “KIRCHE IN NOT ist bis heute die einzige Organisation, die uns auf diesem Gebiet hilft. Die Existenzhilfe für die Schwestern ist der größte Posten in unserem Budget. Wir haben sonst niemanden, an den wir uns wenden könnten. So ist uns jegliche Hilfe, die Sie uns für den Unterhalt geben können, sehr willkommen.

Ich möchte Ihnen dafür danken, dass Sie unsere Nöte berücksichtigen, und bete jeden Tag für KIRCHE IN NOT und die großherzigen Wohltäter, die uns die Last, die es bedeutet, hier das Apostolat zu erfüllen, erleichtern.”

KIRCHE IN NOT hilft den Schwestern jedes Jahr, so auch 2012 mit 7.000 Euro.

2.Nov 2012 11:15 · aktualisiert: 17.Mrz 2015 14:09
KIN / S. Stein