UKRAINE

Fertigstellung einer Pfarrkirche

Kirche in Kultschitsi mit Gerüst

Bauarbeiten an der Kirche in Kultschitsi.

Die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine wurde 1946 von den Kommunisten zwangsweise aufgelöst. Ihre Bischöfe, Priester und Gläubigen wurden grausam und brutal verfolgt, so dass die Zahl der Märtyrer in die Tausende geht.

Ein bekannter Glaubenszeuge ist der ukrainische Kardinal Josyf Slypyj (1892-1984), der zwanzig Jahre lang die Schrecken zahlreicher sowjetischer Straflager durchleiden musste. Darunter war auch ein Lager am Polarkreis, wo er bei minus 45 Grad unvorstellbare Qualen litt.

Pater Werenfried van Straaten, der Gründer von KIRCHE IN NOT, war mit ihm besonders verbunden; er unterstützte die verfolgte und unterdrückte Kirche in der Ukraine mit der Hilfe zahlreicher Wohltäter tatkräftig.

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist die Kirche in der Ukraine zwar frei, und die Gläubigen können ungehindert ihren Glauben leben, dennoch wird noch Hilfe benötigt. Denn was in vielen Jahrzehnten zerstört wurde, kann nicht von einem Tag auf den anderen wieder aufgebaut werden.

Ein Beispiel für ein Dorf, das noch keine Kirche hat, ist Kultschitsi in der Westukraine. Die griechisch-katholischen Gläubigen feiern ihre Gottesdienste bis heute in einer Scheune. Sie haben in Eigenarbeit mit dem Bau eines Gotteshauses begonnen.

Der junge Pfarrer Ivan Dubrawsky ist wegen seines großen Einsatzes sehr beliebt. Er bemüht sich auch um ein gutes Zusammenleben mit den orthodoxen Gläubigen, die in dem Dorf die Mehrheit ausmachen.

Die neue Kirche wird in traditioneller Form aus Holz errichtet. Für die Fertigstellung bittet der Pfarrer uns um Hilfe. Wir haben 3.500 Euro versprochen.

KIN / S. Stein