ELFENBEINKÜSTE (COTE D’IVOIRE)

Weiterbildung junger Priester

Bischof Ignace Bessi Dogbo.

Bischof Ignace Bessi Dogbo bei seinem Besuch im Büro von KIRCHE IN NOT.

Das westafrikanische Land, in dem etwa 60 Volksgruppen lange Zeit friedlich zusammenlebten, war zwischen 2002 und 2007 Schauplatz eines blutigen Bürgerkriegs. Auch nach seinem Ende wird die Elfenbeinküste zeitweise noch immer von gewaltsamen Auseinandersetzungen heimgesucht. Das Land ist geteilt: Der Norden ist von Rebellen kontrolliert, der Süden von der Regierung.

Die Diözese Katiola liegt im Rebellengebiet und war stark von den Kriegshandlungen betroffen. Der Wiederaufbau des kirchlichen Lebens nach dem Bürgerkrieg geht nur langsam und beschwerlich vonstatten. Die Armut ist groß und nimmt immer mehr zu, und die Wunden des Krieges sind noch lange nicht verheilt.

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Die meisten der rund 40 Priester der Diözese sind jung. Die meisten sind unter 40 Jahren alt. Auf dem Gebiet der Diözese Katiola ist die katholische Kirche noch jung. Vor vier Jahren feierte sie ihr 100-jähriges Bestehen. Die 21 Pfarreien der Diözese sind über ein Gebiet von fast 33 000 Quadratkilometern, etwa die Größe Baden-Württembergs, verstreut und sind teilweise sehr weit voneinander entfernt. Katholiken bilden nur einen Anteil von etwa elf Prozent an der Bevölkerung.

Bischof Bessi Dogbo mit Priestern der Diözese Katiola.

Bischof Bessi Dogbo mit Priestern der Diözese Katiola.

Bischof Ignace Bessi Dogbo möchte, dass die Priester seiner Diözese nicht nur gut ausgebildet sind, sondern sich auch weiterbilden, damit sie den vielen Herausforderungen, vor denen die Kirche in Katiola steht, begegnen können. Daher plant er, dass die jungen Priester dreimal im Jahr zusammenkommen sollen, um sich weiterzubilden.

Auf dem Programm stehen verschiedene Themen, beispielsweise sollen die jungen Priester lernen, wie eine Pfarrei finanziell auf eigenen Füßen stehen kann. Es geht aber auch darum, dass die Priester sich austauschen und ihre Berufung vertiefen.

KIRCHE IN NOT unterstützt dieses Programm, an dem 31 junge Priester teilnehmen werden, mit 10.000 Euro — eine wichtige Investition in die Zukunft der Diözese, die sich nur langsam vom Bürgerkrieg erholt.

KIN / S. Stein