INDIEN

Unterstützung von Katecheten

Kinder aus dem Bistum Miao / Indien beim Morgengebet.

Kinder beim Morgengebet.

Miao ist ein abgelegener Ort im Nordosten Indiens an der Grenze zu Myanmar. Nur auf detaillierten Landkarten lässt er sich finden. Miao ist seit 2005 Sitz der gleichnamigen Diözese. Der Salesianerpater George Pallipparambil ist der erste Bischof dieses mit knapp 80 000 Katholiken zwar nicht großen, gemessen an der Bevölkerungszahl aber doch relativ stattlichen Bistums.

Die Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft und überlebt damit gerade so, zumal die Ernte durch Monsunregen und Bodenerosionen immer wieder zerstört wird, schildert Bischof Pallipparambil. Der Gesundheits- und Bildungssektor sei unterrepräsentiert. Es mangle an medizinischen Einrichtungen und Medikamenten. Viele stürben an heilbaren Krankheiten an grippalen Infekten, Tuberkulose und Malaria.

Der Salesianer schätzt, dass zwei Prozent nicht älter als 40 Jahre alt werden. 90 Prozent der Bevölkerung sind Bauern. Sie haben entweder nicht die Mittel, um ihre Kinder in die Schule zu schicken, oder brauchen die Kinder als Arbeitskräfte im Haus. Oft liegt die Schule auch zu weit entfernt.

Katecheten aus der Diözese Miao bei einer Versammlung.

Bei einem Treffen der Katecheten aus der Diözese Miao.

Trotz ihrer harten Lebensumstände sind die Menschen lebensfroh und optimistisch; das gilt insbesondere für die Christen. Die Diözese hat ihre Missionsarbeit in den 22 Gemeinden auf die Umgebung ausgeweitet. Die Globalisierung könne, so Bischof Pallipparambil, den Hunger der Menschen nach Gottes Wort nicht tilgen.

“Gott hat uns hier mit vielen Menschen gesegnet, die ihn annehmen. Wir wachsen. In einigen Dörfern sind Kapellen gebaut worden. Weitere Priester und Schwestern sind hinzugekommen; und die Laien sind aktiver denn je”, erzählt er und fügt hinzu: “Wir sind eine Laienkirche.” Das rasche Wachstum der Diözese sei nicht zuletzt auf den Einsatz der 150 Katecheten zurückzuführen.

Kinder aus der Diözese Miao (Indien)

Kinder aus der Diözese Miao (Indien).

Der Bischof wünscht sich, dass durch die harte Arbeit unserer Katecheten immer mehr Menschen zu Gott geführt werden. Bisher treffen sich die Katecheten monatlich, um sich auszutauschen, gemeinsam zu beten und zu planen. Diese Treffen seien sehr gut, die Katecheten brächten vollen Einsatz. Dabei engagieren sie sich weitestgehend ehrenamtlich — sie bekommen nur ein kleines Gehalt.

Deshalb möchte Bischof Pallipparambil ihnen regelmäßige Weiterbildungen und theologische Einführungen anbieten. Dabei hofft er auf die Hilfe von KIRCHE IN NOT. Wir möchten seinen Wunsch mit 4.300 Euro erfüllen.

Schlagworte:
Armut · Indien · Katechese · Miao · Myanmar · Salesianer · Weiterbildung
KIN / S. Stein