MALAWI

Anschaffung eines Geländewagens

Fahrzeug im Schlamm in Malawi

Oft bleiben die Autos im Schlamm stecken.

Malawi ist es eines der ärmsten Länder der Erde. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt von weniger als einem US-Dollar am Tag. Zudem macht dem Land die hohe AIDS-Rate zu schaffen: Rund zwölf Prozent der 15- bis 49-Jährigen ist HIV-positiv.

Die katholische Kirche tut alles, was sie kann, um den Menschen zu helfen. So unterhält sie zahlreiche Schulen, Krankenhäuser und Waisenhäuser und steht den Menschen überall, wo es möglich ist, zur Seite. Sie ist jedoch genauso arm wie die Bevölkerung.

Vor allem fehlt es an Priestern, so dass jeder Priester weit mehr als 9000 Gläubige betreuen muss. In manchen Gebieten sind es noch viel mehr. Die Wege, die die Priester in den riesigen Pfarreien zurücklegen müssen, sind weit.

In der Pfarrei Unserer Lieben Frau von der Hoffnung in der Erzdiözese Lilongwe in Zentralmalawi lag eine der Außenstationen sogar 87 Kilometer vom Sitz der Pfarrei entfernt. Bei den katastrophalen Straßenverhältnissen ist dies eine anstrengende Fahrt von vielen Stunden, bei der geplatzte Reifen und Pannen fast normal sind. Da die Pfarrei viel zu groß war, wurde sie geteilt.

In der neuen Pfarrei St. Thomas von Aquin, die im Juni 2011 eingeweiht wurde, gibt es mehr als 11 000 Katholiken und fast 580 Taufbewerber. Noch immer sind die Wege, die der Pfarrer Joseph Ukut zurücklegen muss, weit. Er hat kein eigenes Fahrzeug, sondern leiht sich einen Wagen aus der Nachbarpfarrei, wo er zurzeit noch wohnt.

Frauen aus Malawi tragen Wassereimer.

Frauen aus Malawi.

Wenn er sonntags in mehreren Außenstationen die heilige Messe feiern will, kommt er oft zu spät, weil die Dörfer weit voneinander entfernt sind. Er muss sich bei den Zeremonien beeilen, um an alle Orte zu gelangen, in denen die Menschen auf ihn warten.

Während der Regenzeit ist es mit einem normalen Fahrzeug völlig unmöglich, manche Dörfer zu erreichen, denn oft bleiben sie in den tiefen Schlammlöchern stecken. Hier kommt man nur mit einem Geländewagen mit Vierradantrieb durch, aber solch ein Fahrzeug kann sich der Pfarrer nicht leisten. Die Folge: Viele Gläubige in den abgelegenen Gebieten müssen monatelang auf die Sakramente warten, weil der Priester nicht zu ihnen gelangen kann.

Um die Gläubigen seelsorglich besser betreuen zu können, bittet er KIRCHE IN NOT um Hilfe. Wir haben ihm 21.500 Euro für einen Geländewagen mit Vierradantrieb versprochen.

Schlagworte:
AIDS · Armut · Fahrzeughilfe · Lilongwe · Malawi
KIN / S. Stein