ECUADOR

Haus für eine Gemeinschaft

Ordensschwester im Gespräch mit Jugendlichen.

Ordensschwester im Gespräch mit Jugendlichen.

Erst vor 15 Jahren wurde die Gemeinschaft der „Dienerinnen des Planes Gottes” gegründet. Angefangen hatte es in Peru im Jahr 1998 mit neun jungen Mädchen, die ihr Leben in den Dienst der Armen stellen wollten.

Heute ist ihre Gemeinschaft nicht nur in mehreren Ländern Lateinamerikas, sondern auch auf den Philippinen und in Angola tätig und erfreut sich zahlreicher Berufungen. Viele der jungen Ordensfrauen sind Ärztinnen, Juristinnen, Lehrerinnen oder Krankenschwestern. Sie sind zwischen 18 und 44 Jahre alt. Die Schwestern helfen vor allem den armen, kranken und benachteiligten Menschen.

In der Erzdiözese Guayaquil in Ecuador ist der Orden seit acht Jahren tätig. Anfangs waren es fünf Schwestern, inzwischen sind es bereits 13. Sie kümmern sich um 60 Mädchen mit geistigen Behinderungen. „In vielen Ländern Lateinamerikas können Menschen mit Behinderung keine Hilfe vom Staat erwarten.

Wenn die Familien arm sind, haben sie nur wenige Möglichkeiten, behinderte Kinder gut zu betreuen. Wir wollen durch unsere Arbeit auch die Einstellung der Leute gegenüber behinderten Menschen verändern. Sie brauchen Liebe und das Gefühl, gewollt zu sein. Dann entwickeln sie viel mehr Talente“, sagt eine der Schwestern.

Eine Ordensschwester füttert ein behindertes Kind.

Eine Ordensschwester füttert ein behindertes Kind.

Sie haben es in Zusammenarbeit mit Unternehmen inzwischen erreicht, dass 40 junge Frauen mit geistigen Behinderungen einer Arbeit nachgehen und somit selbstständiger werden konnten. So stellen manche der Frauen zum Beispiel Desserts für Restaurants her.

Die Schwestern verhelfen benachteiligten Jugendlichen zu einer Berufsausbildung und bringen Erwachsenen, die keine Schulbildung haben, lesen und scheiben bei. Außerdem sind sie auch in der Glaubensweitergabe tätig. So kommen jede Woche mehr als 300 Kinder zu den Katechesen.

Die Ordensschwestern organisieren außerdem Besinnungstage für Erwachsene, Jugendliche und Kinder und begleiten Menschen auf ihrer Suche nach Gott. Überdies besuchen sie Dörfer und helfen den Einwohnern mit Medikamenten und anderem, was sie benötigen.

Da sie selbst aber noch kein eigenes Haus haben, das ihnen nicht nur Raum zum Wohnen, sondern auch für ihre Aktivitäten bietet, haben die Ordensfrauen KIRCHE IN NOT um Hilfe gebeten. Wir haben ihnen 38.000 Euro versprochen.

KIN / S. Stein