INDIEN

Ausbau eines Priesterseminars

Priester mit Erzbischof Francis Kallarakal

Priester mit Erzbischof Francis Kallarakal (Erzbischof von Verapoly).

Sechzehn verschiedene Volksgruppen leben im indischen Bundesstaat Nagaland an der Grenze zu Myanmar. Erst seit 1948 ist die katholische Kirche hier präsent.

Anfangs mussten Menschen, die den christlichen Glauben annahmen, mit Repressalien rechnen: Sie mussten Strafe zahlen, wurden aus ihren Dörfern verbannt oder kamen sogar ins Gefängnis. Aber diese Schwierigkeiten ließen den Glauben stark werden, betont Pater Solomon Vizo, der Rektor des Priesterseminars vom Guten Hirten in Dimapur.

Zurzeit gibt es 35 Priester und 150 Ordensschwestern, die den lokalen Volksgruppen entstammen. Pater Salomon meint dazu: „Dies ist ein Zeichen, dass Priester- und Ordensberufungen in den Stämmen tief verwurzelt sind. Die Kirche braucht heute geistliche, materielle und personelle Unterstützung, um ihre Mission fortzusetzen, um Zeiten des Wachstums und der Entwicklung zu erleben. Daher bemüht sich unsere Diözese Kohima, im Geiste der ersten Missionare, die das Evangelium in diesen Teil der Welt eingepflanzt haben, voranzuschreiten.

Insgesamt leben im Bundesstaat Nagaland 60 000 Katholiken, die von 94 Diözesanpriestern, 72 Ordenspriestern und 324 Ordensschwestern betreut werden. Es gibt viele Berufungen.

Das Priesterseminar in Dimapur, das Kandidaten aus mehreren Diözesen Nordostindiens aufnimmt, platzt aus allen Nähten. Es kann nur 60 Seminaristen unterbringen, so dass viele Kandidaten abgewiesen werden müssen. Es soll vergrößert werden, damit 20 weitere Seminaristen dort Platz finden und Berufungen nicht aufgrund des Platzmangels abgewiesen werden müssen. Bei der Erweiterung des Gebäudes hilft KIRCHE IN NOT mit 20.000 Euro.

KIN / S. Stein