DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO

Ausbildungshilfe für Seminaristen

Seminaristen in der Demokratischen Republik Kongo.

Seminaristen in der Demokratischen Republik Kongo.

Seit 1996 wurden in der Kivu-Region im Osten der Demokratischen Republik Kongo mehr als fünf Millionen Menschen ermordet. Unvorstellbar brutale Massaker, Massenvergewaltigungen, Brandanschläge, Entführungen und Plünderungen sind bis heute an der Tagesordnung.

Es handelt sich um die kriegerische Auseinandersetzung, die seit dem Zweiten Weltkrieg am meisten Menschenleben gekostet hat. Eine Ursache dieser Tragödie ist die Gier nach Bodenschätzen, denn in der Region gibt es große Vorkommen an Kupfer, Uran, Kobalt, Zink, Wolfram, Zinnerz, Gold und Diamanten.

Vor allem finden sich hier jedoch 80 Prozent des gesamten Coltanvorkommens der Erde. Dieses Metall ist aufgrund seiner hohen Hitzebeständigkeit und Leitfähigkeit aus der Herstellung moderner Computer, Mobiltelefone und Weltraumstationen nicht mehr wegzudenken.

Katholische Priester und Ordensleute teilen das Leid der Bevölkerung, harren mit den Einwohnern aus und leisten Hilfe, wo immer sie es können. Viele von ihnen haben ihr Leben gegeben. Dennoch – oder gerade aufgrund dieses mutigen Lebenszeugnisses – sind zahlreiche junge Männer bereit, dem Ruf Gottes zu folgen. So studieren zurzeit in Murhesa am Theologat St. Pius 89 Seminaristen, um eines Tages als Priester tätig zu sein.

Studenten im Seminar in Murhesa / Demokratische Republik Kongo.

Studenten im Seminar in Murhesa / Demokratische Republik Kongo.

Neben einer guten akademischen legt das Seminar den Schwerpunkt auf die geistliche Ausbildung der angehenden Priester. Auf das Gebet, die persönliche Betrachtung, die eucharistische Anbetung oder die Beichte wird großen Wert gelegt. Aber das Seminar könnte ohne finanzielle Unterstützung die vielen jungen Männer, die sich zum Priestertum berufen fühlen, nicht aufnehmen und ausbilden.

KIRCHE IN NOT unterstützt die Ausbildung der Seminaristen daher regelmäßig. Der Rektor des Seminars, Abbé Crispin Bunyakiri Mukengere schreibt: „Ihre Hilfe erlaubt es uns immer, das akademische Jahr normal abzuschließen. Ohne diese Unterstützung wären wir total blockiert oder wären gezwungen, das Studienjahr abzubrechen. Auch in diesem Jahr hilft KIRCHE IN NOT mit 25.800 Euro, damit die jungen Männer ihren Weg zum Priestertum fortsetzen können.

15.Mai 2013 15:48 · aktualisiert: 15.Mai 2013 15:53
KIN / S. Stein