NIGERIA

Einsatz für Versöhnung und Frieden

Teilnehmende an einem Workshop.

Teilnehmende an einem der angebotenen Workshops.

Nigeria durchlebt nicht erst seit den Anschlägen durch die islamistische Bewegung „Boko Haram“ eine Zeit des Schreckens. Immer wieder zerreißen Konflikte das westafrikanische Land. Der Ruf nach Frieden ist allgegenwärtig. Die katholische Kirche setzt alles daran, um Frieden und Versöhnung zu fördern.

Auch Pfarrer Michael Oyedare, Kaplan für das Bibelapostolat seiner Diözese Oyo in Westnigeria, sieht diese Notwendigkeit. Er organisiert gemeinsam mit Bischof Emmanuel Badejo Workshops für Laien, die den Dienst der 39 Priester in der Diözese erheblich entlasten.

In der Diözese Oyo leben 45 000 Katholiken umgeben von zwei Millionen Muslimen. Die Gläubigen verdienen sich ihren Lebensunterhalt als Bauern und Erntehelfer der Zitrus-, Mais-, Yams-, Kassava- und Kakaofelder. Sie leben von rund sieben Euro pro Tag; das reicht gerade zum Überleben aus.

Viele der Gläubigen „tun wirklich ihr Bestes“, betont Pfarrer Michael. Es sei wichtig, die Verantwortlichen in den Gemeinden in ihrem Glauben zu stärken und im interreligiösen Dialog zu schulen, damit sie „gute Vermittler der Kirche“ werden. Die Workshops sollen die Teilnehmer dazu befähigen.

Da die Diözese selbst kaum Mittel zur Verfügung hat, bitten der Pfarrer und Bischof Badejo KIRCHE IN NOT um finanzielle Unterstützung. Für die Umsetzung der Workshops haben wir eine Hilfe von 5.000 Euro versprochen.

 

Schlagworte:
Ausbildung · Boko Haram · Frieden · Laien · Nigeria · Oyo · Versöhnung
KIN / S. Stein