BOLIVIEN

Existenzhilfe für Ordensschwestern

Schwester Narcisa mit Jugendlichen.

Schwester Narcisa mit Jugendlichen.

Bolivien gilt neben Haiti als ärmstes Land Lateinamerikas. Zwei Drittel der knapp elf Millionen Einwohner zählenden überwiegend indigenen Bevölkerung leben in Armut, 40 Prozent sogar in extremer Armut. 83 Prozent der Bevölkerung sind katholisch.

In der Diözese Cochabamba leben über eineinhalb Millionen Katholiken. Sie werden von nur 130 Diözesan- und Ordenspriestern betreut. Durchschnittlich kommen damit fast 12 000 Gläubige auf einen Priester. Mit einer Fläche von durchschnittlich 442 Quadratkilometern ist jede Pfarrei flächenmäßig fast doppelt so groß wie Frankfurt am Main.

Im Süden der Diözese, in der Region Alto Pagador, sind vier Ordensfrauen der „Hermanas Marianitas” in der Seelsorge tätig. Hier herrschen große Armut und eine hohe Arbeitslosigkeit. Es gibt nur eine schlechte medizinische Versorgung, kein fließendes Wasser und keine Kanalisation.

Viele Frauen versuchen, mit illegalem Handel etwas dazuzuverdienen, die Männer verdingen sich auf Baustellen oder als Taxifahrer. Die Lebenshaltungskosten steigen, und auch wenn beide Ehepartner hart arbeiten, reicht das Einkommen für die Familien nicht aus. Oft zerbrechen Familien an den Belastungen.

Schwester Lida mit Kommunionkindern.

Schwester Lida mit Kommunionkindern.

Pfarrer Marco Verberckt schreibt: „Seit mehr als zehn Jahren unterstützen die Schwestern mit ihrer Seele, ihrem Leben und ihrem Herzen die Seelsorgearbeit in dieser Pfarrei, vor allem im Zentrum ‚Maria von Nazareth’, wo sie die Hauptverantwortlichen für die Pastoral sind. Sie betreuen dort vor allem bedürftige Kinder und Frauen und führen einen Mittagstisch für Schulkinder. Sie animieren die Jugend in der Katechese und in den verschiedenen Jugendgruppen.“

Zwei der Schwestern unterrichten auch in einer Schule, aber das Gehalt, das sie dafür bekommen, reicht nicht aus, um die Grundbedürfnisse zu decken. Daher hilft KIRCHE IN NOT mit 1.160 Euro, ihr Überleben zu sichern, damit sie anderen helfen können.

7.Jun 2013 13:51 · aktualisiert: 17.Mrz 2015 14:08
KIN / S. Stein