ISLAND

Messbuch auf Isländisch

Bischof Bürcher überreicht eine Ausgabe des Missales an Präsident Grimsson.

Bischof Pierre Bürcher überreicht eine Ausgabe des Missale an Präsident Olafur Ragnar Grimsson.

Vor vierzig Jahren wurde die Arbeit an einem Missale in isländischer Sprache begonnen. Mit der Hilfe von KIRCHE IN NOT konnte es nun im „Jahr des Glaubens“ endlich gedruckt werden. Ein Exemplar davon überreichte Bischof Pierre Bürcher bereits Papst Franziskus.

Insgesamt leben auf der Insel Island nur 10 000 Katholiken. Sie bilden lediglich einen Anteil von 3,3 Prozent an der Bevölkerung. Die Zahl der Katholiken hat sich binnen zehn Jahren verdreifacht.

Es gibt zehnmal mehr Taufen als Beerdigungen, und jedes Jahr lassen sich in der Osternacht zwischen fünf und zwanzig Erwachsene taufen. Außerdem steigt die Zahl der Katholiken auch durch Einwanderer, vor allem aus Polen und von den Philippinen.

Der aus der Schweiz stammende Bischof Pierre Bürcher sagt: „Ich habe früher, als ich noch in der Schweiz lebte, geglaubt, dass die Katholische Kirche in Island keine Hilfe braucht. Aber das war eine Fehlinformation. In Wirklichkeit könnten wir ohne Hilfe aus dem Ausland als Kirche nicht überleben. Wir sind KIRCHE IN NOT sehr dankbar.“

Hilfe braucht die Kirche in Island vor allem, weil es nur wenige Katholiken gibt, die zudem weit verstreut leben. Viele davon sind Migranten, die selbst nur wenig Geld haben. Vom Staat erhält die Kirche hingegen nur einen symbolischen Beitrag.

KIN / S. Stein