MADAGASKAR

Eine kleine Kapelle mit Priesterunterkunft

Die neue Kapelle in Andrafia (Bistum Ambanja).

Die neue Kapelle in Andrafia (Bistum Ambanja).

Die Pfarrei Antsohihy im Nordwesten Madagaskars liegt in einem Gebiet, in dem die Menschen gerade erst zum Christentum finden. 12 000 Menschen sind bereits katholisch. Die meisten Einwohner gehören jedoch noch immer traditionellen Religionen an.

26 Missionsstationen mit kleinen Kapellen, die teilweise nur Strohhütten sind, gibt es auf dem Gebiet der riesigen Pfarrei. Das Gebiet ist unterentwickelt. Es gibt keinen Strom, kein Telefon, keine Post. Viele Dörfer liegen im dichten Wald. Nur 40 Prozent der Kinder gehen zur Schule.

Für die Glaubensverkündigung sind vor allem die Katecheten zuständig, die die Menschen auf die Taufe, die Beichte, die Ehe und die Eucharistie vorbereiten. Jedes Dorf hat einen Katecheten, der die Glaubensunterweisung hält und die Menschen zum Gebet einlädt.

Auch das Dorf Andrafia mit seinen 1400 Einwohnern hat einen Katecheten. Aber die Sakramente kann nur ein Priester spenden, und so kommt zweimal im Monat ein Priester dorthin. Bislang wurde die heilige Messe in der Hütte einer Familie gefeiert, aber dank der Hilfe der Wohltäter von KIRCHE IN NOT in Höhe von 42.000 Euro konnte in Andrafia eine Kapelle gebaut werden. Außerdem gibt es nun eine kleine Unterkunft für den Priester, der von weither kommt und nun dort übernachten kann.

Innenansicht der neuen Kapelle im Dorf Andrafia. Sie konnte dank der Wohltäter von KIRCHE IN NOT errichtet werden.

Innenansicht der neuen Kapelle im Dorf Andrafia. Das kleine Gotteshaus konnte dank der Wohltäter von KIRCHE IN NOT errichtet werden.

Pater Jean Bosco, der Ökonom der Diözese Ambanja, dankt allen Wohltätern, die dabei geholfen haben, dass das kleine Gotteshaus entstehen konnte, auf das sich die Gläubigen so gefreut haben: „Ich grüße Sie und danke Ihnen im Namen aller Christen der Region, die gut beim Bau ‚ihrer’ Kirche mitgewirkt haben. Alle haben einen Beitrag geleistet, damit die Kapelle gebaut werden konnte und die Christen sich sonntags zum Beten, Singen, zur Katechese, zum Hören des Wortes Gottes und zum Empfang des Brotes des Lebens um den Tisch des Herrn versammeln können.

Die Jugendlichen haben Sand und Steine geschleppt, die Frauen haben Wasser geholt, und die Kinder haben in ihrer Freizeit zugeschaut. Ich versichere Sie meiner dankbaren Gebete und derer der Christen aus Andrafia und aus meiner ganzen Diözese.“

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Ambanja · Armut · Bauhilfe · Kapelle · Madagaskar
KIN / S. Stein