NICARAGUA

Kirche für eine neue Pfarrei

Gottesdienst in der Gemeinde Nueva Guinea.

Gottesdienst in der Gemeinde Nueva Guinea.

Die Gemeinde Nueva Guinea im Süden Nicaraguas wurde in den 1960er-Jahren für umgesiedelte Bauern gegründet. Heute leben dort 140 000 Menschen aus verschiedenen Teilen des Landes.

Ursprünglich sollten dort nur Baptisten und Protestanten leben. Mit allen Mitteln sollte verhindert werden, dass sich katholische Familien ansiedeln. Diese wurden auch bei der Landverteilung benachteiligt. Heute gibt es in Nueva Guinea viele verschiedene protestantische kirchliche Gemeinschaften, aber inzwischen hat sich auch die katholische Kirche hier etabliert.

Sie hilft vielen Menschen, denn in der Stadt ist die Arbeitslosigkeit hoch, und oftmals müssen die Kinder arbeiten, um ihre Familien durchzubringen. Auch die Jugendkriminalität steigt. Die Kirche setzt sich gegen die Gewalt ein, hilft Frauen und Kindern, arbeitet in den Schulen und versucht, dem schlechten Einfluss durch die Massenmedien, der immer weiter um sich greift, etwas entgegenzusetzen.

Im Zentrum dieser Aktivitäten steht aber die Feier der Eucharistie, wie der Pfarrer Mariano Martinez betont. Besonders große Mühe gibt sich die Gemeinde bei der Vorbereitung der religiösen Feste und der liturgischen Feiern. Außerdem wird großer Wert auf die Eucharistische Anbetung und die Katechese gelegt.

Kinder aus der Gemeinde beim Spielen und Basteln.

Kinder aus der Gemeinde beim Spielen und Basteln.

Das katholische Leben blüht, und aus der jungen katholischen Gemeinde von Nueva Guinea sind bereits fünf Ordensberufungen hervorgegangen: drei Ordensschwestern und zwei Patres. Außerdem bereiten sich zwei junge Männer von dort auf die Priesterweihe vor, und zwei weitere sind gerade in das Priesterseminar eingetreten.

Die Pfarrei ist mittlerweile viel zu groß und soll geteilt werden. Der neu entstehenden Pfarrei La Fonseca gehören 41 ländliche Gemeinden und fast 2500 katholische Familien an. 165 Katecheten sind auf dem Gebiet der neuen Pfarrei tätig, 300 Kinder und 450 Jugendliche sind in verschiedenen Gruppen aktiv. Für die neue Pfarrei soll eine Kirche gebaut werden, die der Jungfrau von Guadalupe geweiht sein wird.

KIRCHE IN NOT möchte den Bau des neuen Gotteshauses mit 32.000 Euro unterstützen.

KIN / S. Stein