NIGERIA

Renovierung des Priesterseminars

Priester im Seminar von Jos.

Priester im Seminar von Jos.

In der westlichen Welt müssen viele Priesterseminare ihre Pforten schließen, weil es weniger Berufungen gibt. Jedes Jahr gibt es in vielen Diözesen nur eine Handvoll Priesterweihen. In Afrika hingegen platzen die Seminare vielerorts aus den Nähten.

Viele für die Priesterausbildung verantwortliche Priester wissen nicht, wie sie die vielen Kandidaten unterbringen sollen. Denn jede Berufung, die aufgrund von Platzmangel abgewiesen werden muss, ist eine zu viel.

Eines dieser Seminare ist das Priesterseminar St. Augustin in Jos in Nigeria. Hier studieren zurzeit 327 junge Männer, die Priester werden möchten. Das Seminar wurde 2008 Opfer eines Übergriffs. Das benachbarte Kloster wurde dabei niedergebrannt. Nur dem beherzten Eingreifen der Studenten ist es zu verdanken, dass die Angreifer gestoppt wurden. Seitdem bewachen einige Seminaristen jede Nacht das Gelände.

Aber das Seminar steht noch vor weiteren Herausforderungen: Der Platz reicht nicht aus für die vielen Studenten, und das Gebäude, in dem die meisten der Seminaristen untergebracht sind, bedarf der Erweiterung.

Gottesdienst im Priesterseminar von Jos.

Gottesdienst im Priesterseminar von Jos.

Zudem muss es auch renoviert werden, denn die Wände haben Risse und das Dach ist beschädigt. In der Regenzeit dringt Wasser ein. Die Seminaristen, die im oberen Stockwerk untergebracht sind, müssen dann ihre Bücher in Sicherheit bringen. Mit der Zeit wird die Gefahr immer größer, dass Teile des Gebäudes einstürzen könnten.

Aber das Seminar kann sich die Renovierung nicht leisten, da es die Ausbildung und Verpflegung der vielen Seminaristen gewährleisten muss und alle Kosten steigen. Aber auf die Dauer wird es zu großen Problemen kommen, die den Seminarbetrieb gefährden werden, wenn das Gebäude nicht renoviert wird und dadurch unbewohnbar wird.

KIRCHE IN NOT unterstützt das Seminar in Jos daher mit 18.000 Euro.

KIN / S. Stein