LIBANON

Existenzhilfe für Schwestern

Bei einer Wanderung.

Bei einer Wanderung.

Seit 1981 kümmern sich die Schwestern vom Guten Hirten in Sehaile um Mädchen, die aus zerrütteten Familien stammen. Zurzeit leben 50 Mädchen zwischen sechs und 18 Jahren in ihrer Einrichtung und werden dort betreut. Viele ihrer Schützlinge sind Opfer von körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt geworden.

Viele sind auf der Straße aufgewachsen und haben bereits Erfahrung mit Kriminalität und Drogenmissbrauch. Ihre Eltern sind drogenabhängig oder alkoholkrank, manche Mütter sind vom Vater ihrer Kinder verlassen worden und sehen für sich keine andere Überlebenschance als die Prostitution. Es gibt in der Region keine Industrie und somit auch wenige Arbeitsplätze.

Dazu kommt, dass viele Familien aus Ländern geflohen sind, in denen sie keine Zukunft mehr gesehen haben. Viele stammen aus Syrien, aus Afrika, aus dem Irak oder aus anderen Teilen der Welt. Ihre Familien haben im Libanon nicht Fuß gefasst und konnten sich nicht das neue Leben aufbauen, das sie sich vorgestellt hatten.

Die Schwestern kümmern sich um jedes einzelne Mädchen. Es erfordert viel Zeit und Hingabe, auf ihre individuellen Probleme und Bedürfnisse einzugehen. Von Schulproblemen bis hin zu Traumata und sozialen Störungen reichen die Schwierigkeiten. Viele haben noch nie ein geregeltes Familienleben erlebt.

Die Schwestern vom Guten Hirten unterstützen hilfsbedürftige Mädchen.  Ausflüge fördern die Solidarität untereinander.

Die Schwestern vom Guten Hirten unterstützen hilfsbedürftige Mädchen. Ausflüge fördern die Solidarität untereinander.

Die Mädchen brauchen ein stabiles Zuhause, in dem sie Geborgenheit und Zuwendung erfahren und wo ihnen jemand zuhört. Sie brauchen Hilfe, um die Schule oder die Berufsausbildung zu schaffen, viele brauchen auch psychologische Betreuung.

Die Schwestern sind mit diesen Aufgaben voll ausgelastet, müssen aber auch für ihren Lebensunterhalt aufkommen. Damit sie sich ein weiteres Jahr lang rund um die Uhr um ihre Schützlinge kümmern können, möchten wir ihnen einen Teil ihrer Sorgen nehmen und haben ihnen daher eine Existenzhilfe von 10.000 Euro versprochen.

KIN / S. Stein