RUMÄNIEN

Renovierung eines Marienheiligtums

Hochaltar der Wallfahrtskirche Maria Radna.

Hochaltar der Wallfahrtskirche Maria Radna.

In der Diözese Timișoara (Temeschwar) steht die Kirche vor großen Herausforderungen: Anfang der Neunzigerjahre hat die Mehrheit der deutschstämmigen Einwohner die Region verlassen und sind nach Deutschland oder Österreich ausgewandert. Die Pfarreien haben sich dadurch geleert, viele mussten geschlossen werden.

Die Menschen, die zurückgeblieben sind, sind aber mit der Kirche stark verbunden. 120 000 Katholiken leben noch dort. Die Pfarreien erstrecken sich über weite Gebiete. Die 80 Priester, die die Gläubigen betreuen, sind viel unterwegs, um in den verschiedenen Orten die heilige Messe zu feiern. Denn es gibt nur wenige öffentliche Verkehrsmittel.

So ist es für die meisten Gläubigen schwierig, in einem anderen Ort zu Kirche zu gelangen, wenn es in ihrem Ort keine heilige Messe gibt. Jeder Priester leitet jeden Sonntag drei bis vier Messen.

Das wichtigste Glaubensereignis des Jahres ist die Wallfahrt nach Maria Radna, wo die Muttergottes vom Berge Karmel verehrt wird. Seit 300 Jahren ist die Wallfahrt dokumentiert. Zwischen Christi Himmelfahrt und dem Rosenkranzfest am 7. Oktober finden den ganzen Sommer über Wallfahrten statt.

Die Wallfahrtskirche Maria Radna in Rumänien.

Die Wallfahrtskirche Maria Radna in Rumänien.

„Jede Gemeinde hat ihren eigenen Wallfahrtstag“, berichtet Bischof Martin Roos. „Die Wallfahrt nach Maria Radna ist für die Gläubigen der Höhepunkt des Jahres. Sie erfahren die Gemeinschaft der Gläubigen und kehren gestärkt in ihre Gemeinden zurück.“

Seit 1990 kommen zwar Sekten aus Amerika auch nach Rumänien, aber in der Region sind die Menschen eher resistent dagegen. „Die Menschen verlassen ihre Gemeinschaft nicht“, sagt der Bischof. Die Marienverehrung spielt dabei eine große Rolle.

KIRCHE IN NOT hilft mit 100.000 Euro bei der Renovierung des Heiligtums von Maria Radna.

17.Sep 2013 11:51 · aktualisiert: 31.Mrz 2015 15:30
KIN / S. Stein