PAPUA-NEUGUINEA

Unterstützung eines Pastoralprogramms

Soweit die Balken tragen: Jeep auf einer Brücke in Papua-Neuguinea.

Soweit die Balken tragen: Jeep auf einer Brücke in Papua-Neuguinea.

Papua-Neuguinea entspricht in etwa der Fläche Spaniens, hat aber nur 6,7 Millionen Einwohner. Das Staatsgebiet umfasst mehr als 600 Inseln, die nur per Flugzeug oder Schiff erreichbar sind. Wo Transfers mit Flugzeug, Schiff oder Autos nicht möglich sind, sind die Seelsorger zu Fuß unterwegs.

Das gilt auch für die Erzdiözese Port Moresby, die im November 1966 gegründet wurde. Seit dieser Zeit ist in Papua-Neuguinea sowohl die Zahl der Katholiken stetig gewachsen, als auch die gesellschaftliche Bedeutung der katholischen Kirche.

Port Moresby ist ein Schmelztiegel. In der seit Jahren wachsenden Hauptstadt von Papua-Neuguinea leben Menschen unterschiedlichster Herkunft, Hautfarbe, Sprachen, Kulturen sowie religiöser Überzeugungen. „Die rund 600 000 Einwohner, von denen viele Katholiken sind, kommen aus allen Teilen des Landes, aus den Nachbarländern und aus Übersee“, betont Erzbischof John Ribat.

Nach seinem Amtsantritt im März 2008 hatte er ein Pastoralprogramm gestartet, das nach wie vor Gültigkeit hat: „Damit Vielfalt nicht zur Zersplitterung führt, wollen wir den Zusammenhalt im Erzbistum weiter stärken, die Verbundenheit unter den Gläubigen und Priestern und zwischen den Gemeinden und verschiedenen Seelsorgeeinheiten.“

Im Erzbistum Port Moresby leben etwa 300 000 Katholiken. Es sind Schätzungen, denn verlässliche Statistiken gibt es nicht. Unterteilt ist die Diözese in 19 Pfarreien. Zudem unterhält sie 100 Grund- und weiterführende Schulen sowie zwei Krankenhäuser. Zwischen den einzelnen Pfarreien sind die Distanzen mitunter erheblich. In der Vergangenheit hatten die Gemeindepfarrer aufgrund der schlechten Infrastruktur wenig Kontakt untereinander.

Gottesdienst in der Diözese Port Moresby.

Gottesdienst in der Diözese Port Moresby.

Auf ausdrücklichen Wunsch der Seelsorger versammeln sich alle 70 Priester, von denen zwei Drittel Ordensgemeinschaften angehören. „Das Verständnis für die unterschiedlichen Anforderungen an die Seelsorge in den Pfarreien, etwa auf dem Land und in der Stadt, ist dadurch gewachsen“, berichtet der Erzbischof.

Enger zusammengeführt und gebündelt wurden zudem weitere Initiativen des Erzbistums. Bei der Gesundheitsvorsorge für Mütter und ihre Kinder sowie in der Alkohol-Prävention hilft inzwischen ein medizinischer Freiwilligendienst, den nach den Worten des Generalvikars, Pater Rodrigo Campilan, Hunderte unterstützen und Tausende nutzen. Und für die katholische Glaubenserziehung wurde ein Koordinator ernannt, der sich um die Verkündigung und den Religionsunterricht in den kirchlichen, wie auch in den staatlichen Schulen kümmert.

Das dreijährige Pastoralprogramm wird von KIRCHE IN NOT mit 37.500 Euro unterstützt.

18.Okt 2013 10:40 · aktualisiert: 18.Okt 2013 11:45
KIN / S. Stein