UKRAINE

Renovierung eines Klosters in Odessa

Eine Salesianerin liest Kindern vor.

Eine Salesianerin liest Kindern vor.

Die Hafenstadt Odessa mit ihren rund 1,3 Millionen Einwohnern war schon immer ein Schmelztiegel der Kulturen. Menschen aus einhundert verschiedenen Volksgruppen leben hier zusammen. Bis 1991 war das Russische auch die Amtssprache in der Ukraine.

Noch heute sprechen viele Menschen in Odessa ein Russisch, das Einflüsse aus vielen anderen Sprachen aufweist: aus dem Jiddischen, Bulgarischen oder Türkischen. Den Einwohnern der Hafenstadt wurde in der Vergangenheit stets eine südlich-fröhliche Lebensart und ein besonders offener Geist nachgesagt.

Die weltweite Finanzkrise hat die Ukraine jedoch besonders hart getroffen. Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren, und die Gehälter und Renten sind angesichts der immer weiter steigenden Preise viel zu niedrig. Viele Menschen leben an der Armutsgrenze.

Alles das zeigt auch in Odessa seine traurigen Folgen. In der Hafenstadt breiten sich Jugendkriminalität, Prostitution und Drogenmissbrauch aus, die Aids-Rate steigt dramatisch. Zudem haben Sekten regen Zulauf.

Die Salesianerinnen in Odessa kümmern sich vor allem um Jugendliche.

Die Salesianerinnen in Odessa kümmern sich vor allem um Jugendliche.

Katholische Ordensfrauen versuchen, diesen Tendenzen etwas entgegenzusetzen und den Menschen Hoffnung zu schenken. Bereits seit 1993 sind Salesianerinnen in der Stadt tätig. Sie betreuen Jugendliche, halten Katechese für Erwachsene und Kinder, helfen in der Pfarrei und beherbergen in ihrem Haus bedürftige Studentinnen. Ihre Arbeit ist heute notwendiger denn je.

Zurzeit sind es drei Schwestern, die in Odessa ihren Dienst tun. Sie haben mit der Hilfe einiger gutherziger Menschen eine alte Wohnung gekauft, die sie wegen Geldmangel nicht renovieren konnten. Die Wände wurden nur gestrichen, ohne dass etwas an der Substanz gemacht worden wäre. Aber die Renovierung ist dringend notwendig. Sie haben uns daher um Hilfe gebeten. Wir möchten ihnen mit 10.000 Euro helfen.

18.Okt 2013 10:47 · aktualisiert: 18.Okt 2013 10:51
KIN / S. Stein