UKRAINE

Existenzhilfe für Benediktinerinnen

Eine Benediktinerin schnitzt an einer kleinen Gipsfigur.

Eine Benediktinerin schnitzt an einer kleinen Gipsfigur.

Bereits 1988, also noch vor der Wende in Osteuropa, haben Benediktinerinnen in Zhytomir, eine Stadt in der Ostukraine mit 300 000 Einwohnern, eine Neugründung gewagt.

Früher waren die Schwestern auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion in der Ukraine, in Weißrussland (Nesvezha) und im Baltikum präsent. Bis auf die Niederlassung in Vilnius (Litauen) wurden diese Klöster 1946 liquidiert, und die meisten Schwestern flohen nach Polen. Nur wenige überlebten im Untergrund.

Der Aufbau des Klosters in Zhytomir war eine große Herausforderung. Mit dem Bau des Klosters konnte erst 1995 begonnen werden. Er zog sich über zehn Jahre hin, weil es überaus schwierig war, die notwendigen Mittel dafür zu finden. 2006 konnten die Kapelle und das Kloster unter dem Schutz der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria endlich eingeweiht werden.

Heute ist es Anziehungspunkt für eine wachsende Zahl an jungen Mädchen, die bei Exerzitien das Klosterleben kennen lernen können, am liturgischen Gebet der Schwestern und an der Eucharistischen Anbetung teilnehmen und Hilfe bei der Lösung ihrer geistlichen Probleme bekommen.

Die Benediktinerinnen nähen und sticken liturgische Gewänder und Paramente.

Die Benediktinerinnen nähen und sticken liturgische Gewänder und Paramente.

Das Kloster leitet auch eine Kunstschule für Kinder. Ebenso gibt es Werkstätten für das Nähen und Sticken liturgischer Gewänder und Paramente, für Ikonenmalerei und die Herstellung von Gipsfiguren sowie eine Hostienbäckerei. Eine weitere Einkommensquelle für die Schwestern ist eine Gärtnerei mit exotischen Pflanzen. Die Schwestern werden je nach ihren Talenten und den Bedürfnissen der Gemeinschaft für die Arbeiten eingesetzt.

All diese Tätigkeiten sichern den 20 Schwestern ein Überleben am Existenzminimum. KIRCHE IN NOT hat dem Kloster seit vielen Jahren beim Wiederaufbau, beim Kauf einer Hostienbackmaschine und mit Existenzhilfen kontinuierlich geholfen. Auch in diesem Jahr leisten wir wieder einen Beitrag von 3000 Euro, um dem Kloster zu helfen, seinen Lebensunterhalt zu sichern.

KIN / S. Stein