UGANDA

Gemeinsam im Kampf gegen Aids

Bei einem Workshop von Youth Alive.

Bei einem Workshop von Youth Alive.

1982 diagnostizierte die Ärztin und Franziskanerin Miriam Duggan in Uganda zum ersten Mal Aids. Als sie immer mehr Patienten erlebte, die an dem Virus starben, und die zu Waisen gewordene Kinder sah, deren Großmütter kaum für sich selbst und für die Kleinen sorgen konnten, beschloss sie, umgehend etwas dagegen zu unternehmen.

Die Schwester warnte ganze Schulklassen vor der Epidemie und gründete schließlich 1993 eine Organisation namens „Youth Alive“.

Seitdem hat die Organisation enorme Verbreitung gefunden. Sie organisiert sich in verschiedenen Clubs. Allein in Uganda existieren 780 solcher Clubs mit jeweils mindestens 50 Mitgliedern. Bis heute hat „Youth Alive“ zahlreiche Aids-Programme verwirklicht.

In den letzten 15 Jahren sind mehr als drei Millionen Menschen mit ihren Präventionskampagnen erreicht worden. Längst ist die Initiative auch auf andere Länder übergesprungen. „Youth Alive“ ist in 80 Ländern präsent, vor allem auf dem afrikanischen Kontinent.

Die Organisation arbeitet eng mit anderen Initiativen und Krankenhäusern zusammen und hält sich strikt an die Empfehlungen des Gesundheitsamts, junge Menschen umfassend über die Risiken sexueller Aktivität aufzuklären, soziale Normen zu stärken und die Behandlung von HIV-Patienten qualitativ zu erhöhen.

Bei einem Jahrestreffen von Youth Alive.

Bei einem Jahrestreffen von Youth Alive.

Die Referenten von „Youth Alive“, selbst meist junge Leute, machen klar: Sexuelle Enthaltsamkeit und treue Beziehungen sind immer noch die besten Methoden gegen eine Ansteckung mit HIV. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, organisieren sie Workshops in Schulen und Pfarreien. Sie sind ansprechend gestaltet. „Wir machen viel Musik und Theater, damit junge Menschen die Botschaft weitergeben und einander erziehen”, erzählt Schwester Miriam.

„Das Ziel von ‚Youth Alive’ war und ist, Kindern und jungen Erwachsenen zu helfen, einen gesunden und proaktiven Lebensstil, frei von HIV/Aids zu entwickeln und ihre Zukunftsträume zu verwirklichen“, heißt es in einer Selbstbeschreibung. KIRCHE IN NOT unterstützt dieses Programm mit 91.630 Euro.

Schlagworte:
AIDS · Jugend · Krankenhaus · Uganda · Youth Alive
6.Mrz 2014 11:38 · aktualisiert: 2.Mai 2016 20:47
KIN / S. Stein