MADAGASKAR

Bau einer Kirche in Toamasina

Kinder in der neuen Kirche in Toamasina.

Kinder in der neuen Kirche in Toamasina.

Pater Pierino Limonta freut sich: In seiner Pfarrei entsteht eine neue Kirche. Was seine Freude noch größer macht, ist die Tatsache, dass Erzbischof Désiré Tsarahazana von Toamasina entschieden hat, dass das Gotteshaus Papst Johannes XXIII. geweiht werden soll.

Damit soll der 50. Todestag des Papstes, der am 27. April heiliggesprochen wird, und der 50. Jahrestag des Zweiten Vatikanischen Konzils geehrt werden. „Es wird eine Kirche des Konzils sein“, erklärt der Erzbischof.

„Wir freuen uns alle, und auch die Schule, die wir bauen werden, wird nach Johannes XXIII. benannt werden“, sagt Pater Pierino. Seit 36 Jahren ist der Italiener Missionar in Madagaskar. Die meiste Zeit hat er im Urwald verbracht. Dort hat er mit den Menschen ihre Freude, ihre Gebete, ihre Hoffnung genauso geteilt wie ihren Schmerz, ihr Leid und ihre Krankheiten.

Inzwischen steht er vor einer neuen Herausforderung: Er wurde zum Pfarrer der Herz-Jesu-Gemeinde von Toamasina ernannt. Sein Leben im Urwald hat er gegen den Dschungel einer sich rasch entwickelnden Hafenstadt an der Ostküste Madagaskars eingetauscht.

Altar in der Kirche "Papst Johannes XXIII".

Altar in der Kirche “Papst Johannes XXIII.”

In einem der Randgebiete der Großstadt Toamasina hat sich eine neue katholische Gemeinde entwickelt. Das Stadtviertel heißt Andranomadio und gehört der Herz-Jesu-Pfarrei an. Hier entsteht die neue Kirche. Die Menschen leben in großer Armut, sind aber sehr gläubig. Sie müssen weite Wege zu Fuß zurücklegen, wenn sie in der Pfarrkirche die heilige Messe besuchen wollen.

Derzeit finden in Andronomadio Gottesdienste in provisorischen Räumlichkeiten statt, die viel zu klein für die zahlreichen Gläubigen sind. Mit dem Bau des neuen Gotteshauses wurde bereits am 11. Oktober 2013, dem Gedenktag Johannes’ XXIII., begonnen. Die Fundamente stehen bereits.

Außerdem entsteht eine Schule, damit die Kinder eine Zukunft haben. Bereits jetzt kümmern sich Ordensfrauen um die Kindergartenkinder und um die Schüler der ersten drei Klassen, aber alles das ist noch ein Provisorium. Die Gegend von Toamasina wird immer wieder von heftigen Zyklonen heimgesucht. So wurde sie im Jahr 1986 nahezu vollständig zerstört. Daher ist es wichtig, dass solide gebaut wird.

Bei einem Gottesdienst in der Kirche, die nach Papst Johannes XXIII. benannt ist.

Bei einem Gottesdienst in der Kirche, die nach Papst Johannes XXIII. benannt ist.

Papst Johannes XXIII. schrieb einmal: „Wir sind nicht auf der Erde, um ein Museum zu hüten, sondern um einen Garten zu pflegen, der von blühendem Leben strotzt und für eine schöne Zukunft bestimmt ist.“ Dies ist es, was die katholische Kirche in Madagaskar tut. In Andranomadio werden die Kinder und Erwachsenen dank des Engagements von Pater Pierino und der Ordensfrauen in eine schönere Zukunft schauen dürfen.

Pater Pierino Limonta bittet Kirche in Not um 50.000 Euro für den Bau der neuen Kirche. Helfen Sie mit.

KIN / S. Stein