PALÄSTINENSISCHE GEBIETE

Ein Auto für die Pfarrei

Bei einem Gebet in der Pfarrei in Nablus.

Bei einem Gebet in der Pfarrei in Nablus.

Nablus ist die größte Stadt in den palästinensischen Autonomiegebieten und schaut auf eine altehrwürdige Geschichte zurück. Unter anderem befindet sich hier das Josefsgrab, eine der heiligsten Stätten des Judentums,  aber auch eine Pilgerstätte für Christen, Muslime und Samaritaner.

Bis nach Jerusalem sind es etwa 60 Kilometer.  Nablus (ca. 300 000 Einwohner) ist ein Industrie- und Handelszentrum. Unter anderem werden hier Seife und Süßigkeiten hergestellt. Die Einwohner sind jung: Mehr als die Hälfte ist unter 20 Jahre alt.

Die Mehrheit der Einwohner sind Muslime, aber es leben auch etwa 650 Christen in Nablus, von denen 250 katholisch sind. Pfarrer Johnny Abu Khalil betreut nicht nur die Katholiken, die in der Stadt selbst leben, sondern auch drei Filialgemeinden. Die katholische Kirche führt in Nablus außerdem auch eine Schule.

Um seine vielen Aufgaben bewältigen zu können, ist der Pfarrer auf ein Fahrzeug angewiesen. Sein Auto ging jedoch im vergangenen Winter in Flammen auf und brannte vollständig aus. Es ist nicht geklärt, wie dieser Brand verursacht wurde, aber Tatsache ist, dass er nun ohne Auto dasteht.

Zwar hat ihm das Lateinische Patriarchat von Jerusalem vorübergehend ein Fahrzeug geliehen, damit er seinen Aufgaben überhaupt nachgehen und die Gläubigen seelsorglich betreuen kann, aber auch dieses Auto wird anderweitig benötigt, und Pfarrer Khalil braucht ein eigenes und hat daher Kirche in Not um Hilfe gebeten. Wir haben versprochen, ihm mit 12.000 Euro zu helfen.

KIN / S. Stein