PHILIPPINEN

Hilfe beim Wiederaufbau von vier Kirchen

Diese Kirche wurde vom Taifun völlig zerstört (Foto: Eoghan Rice / Trócaire).

Diese Kirche wurde vom Taifun völlig zerstört (Foto: Eoghan Rice / Trócaire).

Immer wieder gelangen die Philippinen durch schwere Naturkatastrophen in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Das schwere Erdbeben im Oktober 2013 und der verheerenden Taifun Hayan im November 2013 richteten schwerste Zerstörungen an und forderten zahlreiche Menschenleben. Auch viele Kirchen und kirchliche Einrichtungen wurden vollständig zerstört.

Durch das Erdbeben stürzte beispielsweise der Glockenturm der Basilika von Cebu ein, wo sich das auf den Philippinen hochverehrte Gnadenbild des „Santo Nino“ (Jesuskind) befindet, das mit der Ankunft der Spanier im Jahr 1521 Cebu erreichte.

Durch diese aktuellen Katastrophen rückten jedoch Schäden in den Hintergrund, die an anderen Orten auf den Philippinen bereits zuvor durch andere Naturkatastrophen angerichtet worden waren und bis heute nicht behoben werden konnten. Die katholische Kirche auf den Philippinen steht vor enormen Herausforderungen beim Wiederaufbau.

Ein Beispiel für eine „vergessene Katastrophe“ ist der Taifun Bopha, der Anfang Dezember 2012 die Philippinen heimsuchte. Mehr als eintausend Menschen wurden getötet, 10 000 Häuser zerstört, es kam zu Erdrutschen und Sturzfluten, Felder wurden verwüstet und die Ernte vernichtet, und zahlreiche Straßen waren durch umgestürzte Bäume unpassierbar.

Zerstörte Kirche im Bistum Mati.

Zerstörte Kirche im Bistum Mati.

Die Diözese Mati wurde schwer von diesem Taifun betroffen. Drei Orte wurden nahezu ausgelöscht. Vier Pfarrkirchen wurden stark oder komplett zerstört. Das kirchliche Leben findet daher noch immer in Zelten statt.

Die Diözese wurde 1984 gegründet. Sie hat fast 400 000 Katholiken, 41 Priester, 19 Pfarreien, und 1205 Kapellengemeinden und 1189 freiwillige Laienkatecheten, die in den 227 öffentlichen Grundschulen und in den Kapellen Katechese erteilen. Zudem gibt es vier männliche und acht weibliche Ordensgemeinschaften. Die Kirche ist sehr lebendig.

Aber noch immer stehen die Gläubigen vor den Trümmern der vier durch den Taifun zerstörten Pfarrkirchen in Cateel, Baganga, Kinablangan und Lambajon. Kirche in Not hilft hier mit 35.000 Euro.

KIN / S. Stein