BRASILIEN

Ausbildungshilfe für Seminaristen

Seminarist aus Brasilien beim Lernen.

Seminarist aus Brasilien beim Lernen.

Die Menschen, die im Nordosten Brasiliens leben, sind arm, und oft haben sie unter Dürre zu leiden. Viele erhoffen sich eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen und wandern in die großen Städte ab, die auf diese Weise schnell anwachsen.

Für viele Sekten sind die enttäuschten und entwurzelten Menschen eine leichte Beute. In den Slums der Städte breiten sie sich schnell aus – bisweilen erstreckt sich ein enges Netz von bis zu 50 Sektentempeln über ein relativ kleines Gebiet. Viele Menschen fallen auf die einfachen und schnellen Heilsversprechungen herein.

Die katholische Kirche bemüht sich, nicht nur den sichtbaren, materiellen Nöten zu begegnen, sondern vor allem auch dem geistigen Elend abzuhelfen, denn dieses ist häufig drängender und verheerender. Allerdings muss auch jemand da sein, der die Frohe Botschaft verkündet. Für die 130 bis 155 Millionen Katholiken des Landes (die Angaben schwanken beträchtlich) stehen lediglich rund 18 000 Priester zur Verfügung.

Die Pfarreien sind in der Regel riesig, und es kommt sogar vor, dass ihnen über 100 000 Gläubige angehören. Im Evangelium steht geschrieben: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter“ – dies gilt ganz besonders für Brasilien. So unterstützt KIRCHE IN NOT hier – wie auch in zahlreichen anderen Ländern – besonders die Ausbildung von Priestern.

Priesterweihe in der Diözese Feira di Santana.

Priesterweihe in der Diözese Feira di Santana.

In der Erzdiözese Feira di Santana in Nordostbrasilien bereiten sich zurzeit 31 junge Männer auf ihre Priesterweihe vor. Erzbischof Itamar Vien liegt ihre Ausbildung besonders am Herzen. Er freut sich schon auf die Priesterweihen in diesem Jahr und ist froh, dass die Zahl der Berufungen steigt.

Für die Ausbildung der 31 Seminaristen hat er uns auch in diesem Jahr wieder um Hilfe gebeten. Er rechnet auch weiterhin mit der Freundschaft und der Unterstützung unserer Wohltäter. Wir haben ihm 9.300 Euro versprochen.

KIN / S. Stein