SERBIEN

Küche für ein Priesteraltenheim

Blick auf das Altenheim für Priester.

Blick auf das Altenheim für Priester.

Bischof Ladislav Nemet von Zrenjanin sah sich vor einigen Jahren mit der Herausforderung konfrontiert, den Priestern, die nach langem Dienst alt und krank geworden sind, helfen zu müssen. Vor diesem Problem, das in Zukunft drängender werden wird, konnte er nicht die Augen verschließen.

Da es bislang in der Diözese nur ein Altersheim gab, das voll belegt und außerdem nicht für pensionierte Priester geeignet war, beschloss der Bischof, ein weiteres Altenheim zu errichten.

In der Stadt Kikinda an der Grenze zu Rumänien fand er ein leerstehendes Haus, in dem bis 1993 Schwestern der Göttlichen Liebe gelebt hatten, die ihr Gebäude der Pfarrei überlassen haben. Mit der Hilfe von KIRCHE IN NOT konnte inzwischen das Haus umgebaut werden.

Dort gibt es auch eine kleine Kapelle im Dachbereich, die auch den Menschen im Haus und in der Umgebung für die Eucharistiefeier zur Verfügung stehen wird. Außer den betagten Priestern sollen hier in einem anderen Stockwerk auch ältere Schwestern unterkommen. Außerdem sollen im Erdgeschoss in Zusammenarbeit mit der Caritas von Serbien und der Diözese Räumlichkeiten für die Tagespflege Bedürftiger entstehen.

Lange Wartezeiten für einen Platz im Altenheim

Da sich das Zentrum auch finanziell rentieren muss, soll ein weiterer Gebäudetrakt entstehen, in dem ältere Menschen aus der Stadt Kikinda untergebracht werden können. Dann könnte sich das Zentrum in das staatliche Sozialsystem eingliedern und unterstützt werden. Es wäre aber auch ein Segen für die Menschen in der Stadt, denn zurzeit müssen Senioren dort zwei Jahre auf einen Platz in einem Altenheim warten.

Inzwischen ist fast alles fertig, nur die Küche muss noch eingebaut werden. Dafür hat uns Bischof Ladislaw Nemet um Hilfe gebeten, und wir haben ihm 15.000 Euro versprochen.

7.Mai 2014 12:24 · aktualisiert: 23.Aug 2016 09:00
KIN / S. Stein