COSTA RICA

Mess-Stipendien für zehn Priester

Ein Priester aus Costa Rica feiert eine heilige Messe.

Ein Priester aus Costa Rica feiert eine heilige Messe.

Eine heilige Messe in einem bestimmten Anliegen oder für die Seele eines Verstorbenen feiern zu lassen, hat eine lange Tradition. Die Gabe, die die Gläubigen dem Priester dafür geben, ist keine „Bezahlung“, sondern eine Geste der Liebe und der Dankbarkeit.

Für die Priester in vielen armen Ländern sind Mess-Stipendien eine Überlebenshilfe. Sie erhalten kein Gehalt, und die Gläubigen haben selbst meist nicht viel. Oft sind Mess-Stipendien die einzigen Mittel, die in die leeren Hände der Priester gelegt werden, damit sie auch den Bedürftigen helfen können, die an ihre Tür klopfen.

In vielen Ländern richten die Menschen ihre ganze Hoffnung auf die Priester. Sie erwarten von ihnen Hilfe in jeder Not, auch materiell. Die Priester sind für die Gläubigen Vater und Hirte. Sie sollen nicht nur die Seelen trösten, sondern auch Nahrung geben, Medizin, Kleidung, den Kindern zu einer Schulbildung und den Jugendlichen zu einer Ausbildung verhelfen. Alle schauen mit hoffnungsvollen Augen auf die Priester.

So ist es auch in Costa Rica in der Diözese San Isidro, wo zehn Priester mit aller Kraft versuchen, die Not der Menschen zu lindern. Diese zehn Priester arbeiten alle in armen Pfarreien oder Diözesanstellen, ohne ein Grundeinkommen zu haben.

Mit Hilfe unserer Wohltäter möchten wir ihnen 5620 Euro für 500 heilige Messen schicken. Die Priester werden die Messen für diejenigen feiern, denen sie die Messen verdanken, „ohne sie zu kennen“, schreibt der im Jahr 2013 emeritierte Bischof Guillermo Loria Garita der Diözese San Isidro. „Für uns ist dies eine wichtige Hilfe“, betont er.

KIN / S. Stein