RUMÄNIEN

Abschluss der Kirchenrenovierung

Dacharbeiten an der griechisch-katholischen Kathedrale in Bukarest.

Dacharbeiten an der griechisch-katholischen Kathedrale in Bukarest.

Als Papst Johannes Paul II. im Mai 1999 zehn Jahre nach dem Zusammenbruch des Kommunismus nach Rumänien reiste, erinnerte er an die vielen Bischöfe und Priester, Ordensmänner, Ordensfrauen und Laien, die Verfolgung erlitten haben und von denen viele ihren Glauben mit ihrem Blut bezeugen mussten.

Zugleich rief er vor allem die Jugend dazu auf, an einer besseren Zukunft mitzuwirken. In seiner Ansprache am Flughafen in Bukarest sagte er: „Euer Vaterland hat in diesem Jahrhundert, das sich seinem Ende zuneigt, die Schrecken harter totalitärer Regierungssysteme erfahren und in seinem Leid das Schicksal vieler anderer Länder Europas geteilt. [...] Gott sei Dank ist nach dem harten Winter der kommunistischen Herrschaft der Frühling der Hoffnung angebrochen.“

Während seiner Reise nach Rumänien feierte er die heilige Messe auch im byzantinischen Ritus. Denn ein Teil der rumänischen Katholiken gehört der griechisch-katholischen Kirche an, die genauso wie die römisch-katholische Kirche dem Papst untersteht, die Gottesdienste jedoch im byzantinischen Ritus feiert.

Bauarbeiten an der Kathedrale in Bukarest.

Bauarbeiten an der Kathedrale in Bukarest.

Ihre Bischöfe, Priester und Gläubigen wurden zur Zeit des Kommunismus besonders hart verfolgt. Nach der politischen Wende musste die Kirche bei null anfangen.

Knapp 90 Prozent der rumänischen Bevölkerung gehört der Rumänischen Orthodoxen Kirche an, rund sechs Prozent sind katholisch, davon knapp 200 000 griechisch-katholisch (die Statistiken schwanken stark). Die griechisch-katholische Kirche hat in Rumänien heute sechs Eparchien (=Diözesen).

Das ehemalige Vikariat in Bukarest wurde erst Ende Mai 2014 zur Eparchie erhoben und unter das Patronat des heiligen Basilios des Großen gestellt. Diesem großen Heiligen der frühen Kirche ist auch die griechisch-katholische Pfarrkirche von Bukarest geweiht, die nun als Kathedrale dient. Sie wurde 1918 errichtet und weist starke Schäden auf.

Bauarbeiter tragen eine Glocke für den Turm der Kathedrale.

Bauarbeiter tragen eine Glocke für den Turm der Kathedrale.

Erst im Jahr 2007 erteilten die Behörden die Genehmigung zur Renovierung. Einen Teil der Arbeiten konnte die griechisch-katholischer Kirche aus eigener Kraft bestreiten, aber 2012 wurde KIRCHE IN NOT zum ersten Mal um Hilfe gebeten. Damals halfen unsere Wohltäter mit 15.000 Euro.

Für den Abschluss der Arbeiten sind wir noch einmal um Hilfe gebeten worden. Dabei geht es um die Isolierung des Bodens und die Heizungsanlage. Wir haben 5.000 Euro versprochen.

10.Sep 2014 11:37 · aktualisiert: 31.Mrz 2015 15:29
KIN / S. Stein