DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO

Erziehung zum Leben

Teilnehmer zeigen ihre Zeugnisse.

Teilnehmer zeigen ihre Zeugnisse.

Die Bevölkerung der Demokratischen Republik Kongo hat ein Massaker durchlebt, das von der internationalen Gemeinschaft weitestgehend ignoriert wurde. Seit 1996 sind aus einem Befreiungskrieg gegen den damaligen Staatschef Mobutu Sese Seko zahlreiche gewaltsame Konflikte entstanden. Laut Schätzungen sind dabei über fünf Millionen Menschen ums Leben gekommen.

Der Zyklus der Gewalt hat das Land zerstört. Die Gräueltaten, die verübt wurden und noch werden, zeugen von unermesslichem Leid – mit weitreichenden Konsequenzen: Familien wurden auseinandergerissen, Kinder entführt und zu mordenden Rebellen ausgebildet. Versöhnungsarbeit ist ein zentraler Auftrag der katholischen Kirche in der Demokratischen Republik Kongo sein.

Frieden fängt in der Familie an. „Erziehung zum Leben“ heißt das Programm der Erzdiözese Kinshasa, das jungen Menschen, Ehepaaren und Familien helfen will, ein verantwortungsvolles Leben zu führen. Um das christliche Selbstverständnis von Ehe, Familie, Liebe und Sexualität zu vermitteln, sind 10 000 Laien in Schulen und Pfarreien unterwegs.

Die Kampagne stößt auf großes Interesse.

Die Kampagne stößt auf großes Interesse.

Die letzte Kampagne „Frieden in Familien“ war ein durchschlagender Erfolg. Rund 55 000 Jugendliche und Erwachsene konnten angesprochen werden. Rückmeldungen belegen, wie positiv die Seminare aufgenommen wurden.

Ein Familienvater lobt die Kampagne und bedauert, dass es sie nicht schon viel früher gegeben habe. Ein Mann erkannte: „Jeder ist selbst ein aktiver Teil des Friedens.“ Einer Frau ist bewusst geworden, dass „wir selbst verantwortlich für die Bildung unserer Kinder sind“. 320 Menschen nahmen sogar Kontakt zum Pastoralteam auf und baten darum, bei der nächsten Kampagne aktiv mitarbeiten zu dürfen. Radio- und Fernsehsender berichteten.

Durch das positive Echo bestärkt, möchte die Erzdiözese das Programm fortsetzen. Dafür müssen Texte und Bücher aktualisiert und gedruckt werden. Dafür möchte KIRCHE IN NOT mit 72.000 Euro beitragen.

KIN / S. Stein