DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO

Ausbildungshilfe für Seminaristen

Seminarist mit Evangeliar.

Seminarist mit Evangeliar.

Das Leben in Bukavu im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist gefährlich: Zum Alltag gehören Straßensperren, Bandenkriminalität und Entführungen. Bukavu liegt inmitten des Grenzgebiets Uganda, Ruanda und Burundi und ist seit Jahren Schauplatz der blutigsten Konflikte der jüngeren afrikanischen Geschichte.

Die staatliche und soziale Infrastruktur wird durch gewaltsame Konflikte um den Rohstoffreichtum der Region zerstört. Von hier aus operieren bewaffnete Einheiten. Militär und Polizei sind weder vertrauenswürdig noch unabhängig.

Entstanden ist eine Art rechtsfreier Raum, in dem nur noch die Macht des Stärkeren und Gewalt zählen. Dubiose Söldner mächtiger Interessensgruppen und kriminelle Banden geben den Ton an. Eine Verbesserung der Lage ist nicht abzusehen. Hinzu kommt die wirtschaftliche Lage. Im ganzen Land sind die Mittel knapp.

Die katholische Ortskirche kann nicht auf alle Nöte antworten und ist auf die Hilfe von außen angewiesen. Die Folgen des Krieges und der Unruhen im Land haben die Bevölkerung geschwächt, auch die Kirche hat Verluste erlitten. In den vergangenen zwei Jahren wurden Priester und Ordensleute verschleppt, zwei von ihnen sogar ermordet.

Seminaristen beim Abwasch.

Seminaristen beim Abwasch.

Die jungen Seminaristen im Priesterseminar „Heiliger Pius“ haben sich längst an die unsicheren Zustände gewöhnt –
wenn man sich daran gewöhnen kann. Sie lassen sich aber nicht in ihrem Ziel beirren und studieren und beten, um Priester zu werden. Ihre fundierte Ausbildung wird seit Jahren von KIRCHE IN NOT unterstützt.

Zum Dank haben die Seminaristen dem Hilfswerk eine Karte geschickt, mit der sie sich für die bisherige Hilfe bei den Wohltätern bedanken, die „uns immer helfen, das Ausbildungsjahr gut abzuschließen“, wie sie schreiben. Rektor Pater Bunyakiri Mukengere Crispin versichert: „Ohne Sie wäre die Ausbildung im Seminar nicht möglich.“

Gruppenfoto mit den Studenten des Priesterseminars in Bukavu.

Gruppenfoto mit den Studenten des Priesterseminars in Bukavu.

Auch für das aktuelle Studienjahr braucht das Seminar Ihre Hilfe, um die Ausbildung der Seminaristen sichern zu können. Rektor Bunyakiri verdeutlicht, dass die Mittel nicht bis zum Ende des akademischen Jahres ausreichen werden. Trotz dieser akuten wirtschaftlichen Schwierigkeiten, bereiten sich die Seminaristen im Großseminar so gut es geht auf ihre zukünftigen Aufgaben als Priester vor.

KIRCHE IN NOT hat 22.200 Euro versprochen.

KIN / S. Stein