PERU

Renovierung einer Pfarrkirche

Turm der Kirche in Pevas.

Turm der Kirche in Pevas.

In keinem Land Südamerikas gibt es so wenige Geistliche wie in Bolivien und Peru. Zwar sind 84 Prozent der etwa 28 Millionen Peruaner katholisch getauft, aber es fehlt ihnen an grundlegendem Wissen um den Glauben und an seelsorglicher Betreuung. Dafür blühen Sekten auf. Sie sind in den entlegensten Gebieten auf dem Vormarsch.

Auch im Vikariat San José de Amazonas, im äußersten Nordosten des Landes an der Grenze zu Kolumbien, ist das der Fall. Die Region ist extrem abgelegen und am besten per Flugzeug oder mit dem Boot über den Amazonas zu erreichen.

Die Weitläufigkeit, die Zerstreutheit und Unzugänglichkeit der Gemeinden ist neben dem Zuwachs von Sekten auch eine der größten Herausforderungen der Priester und Missionare. An vielen Orten haben die Sekten schon kleine Kapellen gebaut und ziehen so viele Katholiken ab.

Entlang der Flüsse Amazonas, Napo, Putumayo und Yavari mit unzähligen Zuflüssen, auf einem Gebiet von mehr als der doppelten Größe von Bayern, gibt es etwa 800 kleine katholische Gemeinschaften. Eine davon ist die Gemeinde „Maria Empfängnis“ in Pevas, die seit 1956 besteht. Da es nicht genügend Priester gibt, kümmern sich meist Ordensfrauen oder Laienmissionare um die Gemeinschaften, feiern die Gottesdienste und bereiten auf die Sakramente vor.

Blick auf Pevas, im Hintergrund die Kirche.

Blick auf Pevas, im Hintergrund die Kirche.

Die Armut hier ist für Westeuropäer kaum vorstellbar. Die meisten der Gläubigen leben als Kleinbauern mehr schlecht als recht von der Landwirtschaft. Sozial wie kulturell haben sie kaum Perspektiven. Daher spielt die Kirche eine so besonders wichtige Rolle. Praktisch alle Einwohner des Dorfes und die Einwohner der umliegenden Höfe kommen zu den Gottesdiensten.

Die Kirche ist Gotteshaus und Kommunikationszentrum, Ort des gemeinsamen Gebets sowie sozialer und kultureller Treffpunkt. So ist es auch in der Gemeinde in Pevas, doch die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen.

Bischof Miguel Olaortua Laspra hat die Gemeinde besucht und den Zustand der Kirche mit eigenen Augen gesehen. Das Gotteshaus wurde 1968 erbaut. Regen und Hitze haben das Dach rosten lassen. Wasser dringt hindurch und tropft auf die Messbesucher. Es ist gefährlich geworden, sich im Innern der Kirche aufzuhalten, weil sich jederzeit Stücke von der Decke lösen können.

Gemeindemitglieder aus Pevas beim Beten des Kreuzweges.

Gemeindemitglieder aus Pevas beim Beten des Kreuzweges.

Der Bischof möchte daher das Dach erneuern. Er schreibt: „Leider ist das Vikariat nicht in der Lage, die Kosten der Reparaturen selbst zu übernehmen. Deshalb appellieren wir an Ihre Großzügigkeit und wären sehr dankbar für Ihre Hilfe.“

Die Gemeindemitglieder selbst tragen aktiv zur Renovierung bei. Aber das reicht noch nicht aus. Gerne haben wir deshalb 9.500 Euro zugesagt. Bitte unterstützen Sie die Gemeinde mit Ihrer Spende.

KIN / S. Stein