LATEINAMERIKA

Existenzhilfe für Ordensschwestern

Ordensschwester kümmert sich um Bewohnerin eines Altenheimes.

Ordensschwester kümmert sich um Bewohnerin eines Altenheimes.

Sie sind ein Segen für tausende Menschen, die im Alter auf Hilfe angewiesen sind: die „Schwestern der schutzlosen Alten”. Allein in Spanien betreuen sie über 15 000 alte, kranke und pflegebedürftige Menschen. Sie leiten Altenheime in Portugal, Deutschland, Italien und Mosambik.

Ihr Haupteinsatzfeld aber ist Südamerika. In insgesamt 16 Altenheimen in lateinamerikanischen Ländern, unter anderem in Argentinien, Brasilien, Chile, Kuba, Paraguay und Peru, sind 114 Schwestern im Einsatz und kümmern sich um die, die ihr Leben nicht mehr selbst meistern können.

Die Schwestern behandeln die ihnen anvertrauten Menschen wie Könige, nach den Worten ihrer Gründerin, der heiligen Teresa Jornet: „Setzt all eure Kraft und Mühe für die alten Menschen ein und liebt sie so stark, wie ihr Christus liebt.“ In jedem Altenheim gilt die Maxime: „Pflegt ihre Körper, um ihre Seelen zu heilen.“ Neben der leiblichen und medizinischen Versorgung achten die Schwestern auf die geistliche Betreuung und einen herzlichen Umgang.

Wenn die Hausbewohner in der Lage sind, kleinere Aufgaben zu übernehmen, werden sie von den Schwestern ermuntert. So bereitet der über 80-jährige Manuel Rodriguez in „seinem“ Altenheim in Lima regelmäßig Gottesdienste vor.

Die Ordensschwestern der Kongregation „Schwestern der schutzlosen Alten” kümmern sich aufopferungsvoll um alte und kranke Menschen.

Die Ordensschwestern der Kongregation „Schwestern der schutzlosen Alten” kümmern sich aufopferungsvoll um alte und kranke Menschen.

Und Anibal hilft hin und wieder in der Schreinerei aus, um ein wenig zum Unterhalt der Schwestern beitragen zu können. Beide loben die besondere Atmosphäre in den Altenheimen: „Die Schwestern behandeln uns mit herzlicher, wohltuender Zuneigung, für die wir ihnen sehr dankbar sind.“

Die Schwestern leisten einen unverzichtbaren Dienst – freiwillig und ohne feste Entlohnung. Da sie sich jedoch ganz den Pflege- und Betreuungsaufgaben widmen, können sie keine regelmäßigen Einnahmen erzielen. Öffentliche Zuschüsse, wie in einigen europäischen Ländern üblich, sind in Südamerika selten.

Ihre Spenden sichern ihren Lebensunterhalt und kommen damit auch den alten und kranken Menschen unmittelbar zugute. KIRCHE IN NOT unterstützt die Arbeit der „Schwestern der schutzlosen Alten” schon seit einigen Jahren und möchte ihnen mit weiteren 10.000 Euro beistehen.

KIN / S. Stein