IRAK

Hilfe für vertriebene Priester

Erzbischof Petros Mouche.

Erzbischof Petros Mouche.

Der Terror der IS-Rebellen verwaist im Nahen Osten ganze Dörfer. Im Juni 2014 haben die Dschihadisten Mossul und andere Städte im Irak erobert und bedrohen das Leben der zurückgebliebenen Bewohner mit einschüchternden Verhaltensregeln. Allen Gegnern der Islamisten droht die Todesstrafe.

Vor allem Minderheiten wie die Christen schweben in Lebensgefahr. Sie flohen in Scharen aus Mossul, Karakosch, Bartella und Baatschika ins autonome Kurdistan. Unter den Flüchtenden waren auch Priester. „Sie ließen alles zurück und flohen nach Kurdistan mit dem, was sie am Leib trugen. Sie wurden hierhin und dorthin verstreut und benötigen nun alles: Unterkunft, Verpflegung, Kleidung und Taschengeld.”

Mit diesen Worten bittet Erzbischof Petros Mouche um Existenzhilfe für 31 syrisch-katholische Priester, die als Vertriebene in Mossul unter „schweren und außergewöhnlichen Umständen” ihre Berufung leben, selbst alles verloren haben und dennoch für die oft verzweifelten Menschen um sie herum da sind.

Syrisch-katholischer Gottesdienst im Irak.

Syrisch-katholischer Gottesdienst im Irak.

„Es scheint nicht so, dass es eine bevorstehende Lösung oder Pläne gibt, die von IS besetzten Gebiete zu befreien”, schreibt der Erzbischof. Im Gegenteil: „Alles deutet darauf hin, dass dies eine langfristige Krise sein wird, die wahrscheinlich Jahre andauern wird.”

Es ist eine Ausnahmesituation für alle. „Wir Priester fühlen mit unseren vertriebenen Christen.” Erzbischof Mouche spricht von einem „dunklen Schatten”, der sich auf das Leben der Priester und Ordensleute geworfen habe. Die Erzdiözese nutzte bisher „jede bescheidene Ressource”, um ihre Priester und Ordensleute bei ihrer Hilfe für die Flüchtlinge zu unterstützen.

Doch nun sind alle Quellen versiegt. Im Bittbrief des Erzbischofs wird deutlich: Die Priester bedürfen dringend unserer Unterstützung. KIRCHE IN NOT möchte die Priester mit 30.000 Euro unterstützen. Erzbischof Mouche: „Wir beten für sie und für alle, die dabei helfen, die Notlage der Christen und Priester zu erleichtern.”

22.Jan 2015 16:12 · aktualisiert: 23.Mrz 2015 10:01
KIN / S. Stein