BOSNIEN UND HERZEGOWINA

Fenster und Türen für eine Schule

Kinder in der Europaschule in Zenica.

Kinder in der Europaschule in Zenica.

Nach dem Zerfall Jugoslawiens wütete in Bosnien und Herzegowina zwischen 1992 und 1995 drei Jahre lang ein Krieg. Die traurige Bilanz: Fast eine Viertelmillion Menschen verloren ihr Leben, zwei Millionen Menschen wurden vertrieben.

Zahlreiche Kirchen, Klöster, Pfarrhäuser und andere kirchliche Gebäude wurden gezielt zerstört. Die Wunden des Krieges sind auch 20 Jahre nach dem Ende des Krieges noch immer spürbar.

Die Katholische Kirche hat in den Jahren seit dem Krieg versucht, durch soziale und Bildungsprojekte zu einem guten Zusammenleben der verschiedenen Volksgruppen und Religionen im Land beizutragen.

Ein Beispiel sind unter anderem die sieben kirchlich geführten Europaschulen, die Kindern aller Volksgruppen und Religionsgemeinschaften offenstehen und somit das Fundament für eine friedliche Zukunft legen. Diese Schulen, die von KIRCHE IN NOT von Anfang an unterstützt wurden, haben mehr Anmeldungen, als sie annehmen können.

Außenansicht der Europaschule in Zenica.

Außenansicht der Europaschule in Zenica.

Zenica, wo sich eine der Europaschulen befindet, ist eine mehrheitlich muslimisch geprägte Stadt. Das Schulzentrum wurde 1995 gegründet und im Jahr 2009 umgebaut. Es besteht aus einer Grundschule mit 453 Schülern und einem Gymnasium mit 255 Schülern. 65 Lehrer und andere Angestellte arbeiten hier.

Untergebracht ist es in einem ehemaligen Kloster, wo im Jahre 1903 Schwestern vom Orden der „Anbeterinnen des Blutes Christi“ die erste Schule gegründet hatten.

Nun sind dringend neue Fenster und Türen nötig. KIRCHE IN NOT hat 20.000 Euro für die Schule versprochen.

KIN / S. Stein