RUSSLAND

Bau einer neuen Kirche

Unsere Liebe Frau von Fatima.

Unsere Liebe Frau von Fatima.

Rund 1000 Kilometer von Moskau entfernt liegt im südlichen Russland am Fluss Wolga die Stadt Toljatti (in anderer Schreibweise auch Togliatti). Sie hat über 700 000 Einwohner und ist geprägt von der Autoindustrie. Viele Menschen zieht es in das Industriezentrum, weil es hier Arbeitsplätze gibt.

Die katholische Pfarrei „Unsere Liebe Frau von Fatima“ wurde 1997 gegründet. Bald entstand eine kleine Holzkapelle, die jedoch für die Bedürfnisse der Gemeinde nicht ausreicht.

JedenTag wird eine heilige Messe gefeiert, nach der Sonntagsmesse wird Katechese für Kinder, Jugendliche und Erwachsene abgehalten. Es gibt mehrere Gebetsgruppen, eine Messdienergruppe und einen Chor. In der Fasten- und Adventszeit wird die Aktion „Teile dein Herz” abgehalten, für die die Gläubigen Hilfsgüter für die Armen sammeln. Mehr als 200 Kilogramm kommen jeweils zusammen.

Baustelle der Kirche in Toljatti. Links: die frühere Kirche.

Baustelle der Kirche in Toljatti. Links: die frühere Kirche.

Die Pfarrei hat zurzeit 150 Mitglieder, aber es gibt in der Stadt noch mehr Katholiken, die jedoch noch nicht in Kontakt mit der Pfarrei stehen. Dazu kommen Ausländer (Koreaner, Amerikaner, Franzosen und andere), die wegen der Autoindustrie in die Stadt gekommen sind. Die Kapelle, die derzeit von der Gemeinde genutzt wird, ist jedoch schon für die Menschen, die regelmäßig zur Kirche kommen, viel zu klein.

Papst Johannes Paul II.

Papst Johannes Paul II.

Im Jahr 2008 sprach die Stadtverwaltung der Pfarrei ein Grundstück zu. 2012 wurden die Fundamente für das neue Gotteshaus gelegt, das Papst Johannes Paul II. geweiht sein wird, dem Russland und der gute Kontakt zur russisch-orthodoxen Schwesterkirche so sehr am Herzen lag.

Die Pfarrei pflegt gute Kontakte zu der orthodoxen Kirche, und auch der orthodoxe Erzbischof Sergej freut sich darüber, dass nun endlich ein größeres katholisches Gotteshaus in seiner Stadt entsteht.

KIRCHE IN NOT hat den Bau von Anfang an unterstützt und im Jahr 2012 mit 50.000 geholfen, im Jahr 2014 mit weiteren 30.000 Euro. Nun wird noch einmal Hilfe benötigt, damit der Bau endlich abgeschlossen werden kann. So haben wir noch einmal 50.000 Euro versprochen.

KIN / S. Stein