SLOWAKEI

Unterkunft für alte und kranke Ordensfrauen

Ältere Ordensschwester in Vrbove/Slowakei.

Ältere Ordensschwester in Vrbove/Slowakei.

Die Tschechoslowakei gehörte zu den Ländern Osteuropas, in denen die Kirche während der Zeit des Kommunismus besonders verfolgt wurde. Die Gläubigen erlitten Repressalien, zahlreiche Priester wurden zu Gefängnisstrafen oder Zwangsarbeit verurteilt.

Die Klöster wurden 1950 aufgelöst und die Ordensleute in einer Nacht-und Nebelaktion in sogenannte „Sammelklöster“ deportiert. Der Kirchenhistoriker Vaclav Vasko schreibt über diese „Sammelklöster“, sie seien „nichts anderes als bewachte Konzentrationslager für Mönche“ gewesen.

Von den Ordensfrauen wurde gefordert, ihr Ordenskleid abzulegen. In diesem Fall wurde ihnen die Freiheit und die Möglichkeit zu studieren zugesagt. Aber fast alle blieben standhaft

Am 20. Februar 1969 wagte es der atheistische Journalist Milos Vetvicka in der Zeitschrift „Reporter“ die Rehabilitierung der damals 7646 Ordensfrauen in der Tschechoslowakei zu fordern.

Ordensschwester mit Jugendlichen.

Ordensschwester mit Jugendlichen.

Er schrieb: „Sie tragen langen Habit und ein großes Kreuz auf der Brust. Sie lebten unter Druck und Diskriminierung, aber sie erduldeten ihr Schicksal lächelnd, weil Golgotha zu ihrer Aufgabe gehört. Sie hoffen auf eine andere Welt, weil die unsrige ihnen gezeigt hat, dass es in der unsrigen keine Gerechtigkeit gibt.“

 „Sie erduldeten ihr Schicksal lächelnd”

Die ehemalige Tschechoslowakei teilte sich nach der politischen Wende in Osteuropa in die beiden Länder Tschechische Republik und Slowakei. Der Glaube kann heute wieder frei gelebt werden.

Die Ordensleute, die noch die Zeiten der Unterdrückung erlebt haben, sind heute alt. So kümmern sich beispielsweise die Prämonstratenserinnen im slowakischen Vrbove liebevoll um ihre betagten Mitschwestern.

Gemeinsame Mahlzeit der Schwestern.

Gemeinsame Mahlzeit der Schwestern.

Die teils pflegebedürftigen Schwestern mussten jedoch in der jüngeren Vergangenheit einen Umzug durchmachen, denn das Haus, in dem sie untergebracht waren, war marode geworden und konnte nicht mehr genutzt werden. Die alten Schwestern wurden in einem Evangelisierungszentrum des Ordens untergebracht.

Ursprüngliches Schwesternhaus war marode

Aber auch diese Lösung ist nicht auf Dauer geeignet, denn die Räume des Zentrums stehen dadurch nicht mehr für die pastorale Arbeit mit Laien zur Verfügung. Doch die Evangelisierungsarbeit ist wichtig, um den Glauben der Menschen zu vertiefen. Daher möchte der Orden Räume anbauen, in denen die betagten und kranken Schwestern wohnen und betreut werden können.

KIRCHE IN NOT möchte hier helfen. Schwester Akvitna dankt schon im Voraus: „Möge der Herr Ihnen alles vergelten, was Sie zum Wohle der heiligen Kirche tun.“ Wir haben 15.000 Euro versprochen.

Das dargestellte Projekt ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesem oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von KIRCHE IN NOT/Ostpriesterhilfe ermöglichen.

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Schlagworte:
Bauhilfe · Ordensschwestern · Slowakei · Trnava · Vrbove
KIN / S. Stein