SÜDSUDAN

Ausbildungshilfe für 21 Seminaristen

Seminarist aus Südsudan.

Seminarist aus Südsudan.

Der Südsudan ist das jüngste Land der Welt. Als sich der überwiegend christlich und animistisch geprägte Süden des Sudan 2011 nach einem 25-jährigen Bürgerkrieg vom mehrheitlich muslimischen Norden des Sudan trennte, herrschte zunächst großer Jubel.

Die Freude währte jedoch nur kurz, denn 2013 geriet das Land wieder in einen Bürgerkrieg. Die Kirche ist dabei – wie in vielen Ländern der Welt – die einzige Hoffnung der leidenden Bevölkerung.

Die Diözese Tambura-Yambio ist mit über 81 000 Quadratkilometern Fläche fast so groß wie Österreich. Der Priestermangel ist dramatisch: Manche der Pfarreien haben gar keinen Priester.

Aber auch dort, wo es einen Priester gibt, muss er ein riesiges Gebiet mit zahlreichen weit entfernt gelegenen Dörfern betreuen, so dass die Gläubigen in den einzelnen Orten nur sehr selten die Sakramente empfangen können.

Gruppenfoto der Seminaristen aus dem Grundstudium des Seminars der Diözese Tombura-Yambio (Südsudan) mit der Afrika-Referentin von KIRCHE IN NOT, Christine du Coudray (2. Reihe, 4. v. l.).

Gruppenfoto der Seminaristen aus dem Grundstudium des Seminars der Diözese Tombura-Yambio (Südsudan) mit der Afrika-Referentin von KIRCHE IN NOT, Christine du Coudray (2. Reihe, 4. v. l.).

Viele Katholiken sterben ohne die Sterbesakramente, viele Kinder bleiben ungetauft. Die Gläubigen sehnen sich nach der heiligen Messe und dem Empfang der Kommunion.

Das wichtigste und größte Anliegen der Diözese liegt darin, die angehenden Priester gut ausbilden zu können. Denn die jungen Berufungen sind die Hoffnung für die Zukunft. Es ist erfreulich, dass sich zurzeit 21 junge Männer im Priesterseminar auf die Priesterweihe vorbereiten.

Edward Hiiboro Kussala, Bischof von Tambura-Yambio / Südsudan.

Edward Hiiboro Kussala, Bischof von Tambura-Yambio / Südsudan.

Jedoch weiß Bischof Edward Hiiboro Kussala (Bistum Tambura-Yambio) nicht, wie er ihre Ausbildung finanzieren soll. Denn die Eltern der Seminaristen haben durch den Krieg alles verloren oder sind vertrieben worden. Ihre Häuser wurden niedergebrannt, ihr Hab und Gut geplündert.

„Wir wenden uns an unsere Mitchristen, dass sie uns helfen, unsere Seminaristen auszubilden, damit sie Priester werden und den leidenden Menschen in unserem Land dienen und dabei zu Friedensstiftern werden“, schreibt uns der Rektor des Seminars.

Auch Bischof Kussala schreibt uns mit eindringlichen Worten: „Ich möchte die Zukunft der Kirche nicht unter meinen Händen zerbröseln lassen.“

Daher bittet er uns um Hilfe. Wir haben 19.500 Euro versprochen.

Das dargestellte Projekt ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesem oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von KIRCHE IN NOT/Ostpriesterhilfe ermöglichen.

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7.Mrz 2017 12:40 · aktualisiert: 9.Mrz 2017 15:50
KIN / S. Stein