WEISSRUSSLAND

Ausbau eines Exerzitienzentrums

Auf der Baustelle des Exerzitienzentrums in Ros/Weißrussland.

Auf der Baustelle des Exerzitienzentrums in Ros/Weißrussland.

Das Dorf Ros in der Diözese Grodno ist seit langem ein besonderer Ort: Eine als Gnadenbild verehrte 400 Jahre alte Darstellung Christi als Schmerzensmann zieht seit jeher viele Gläubige an, die eine Gnade von Gott erbitten und sie in vielen Fällen auch erhalten.

Viele Nöte wurden und werden Christus hier anvertraut, und viele Menschen wurden an Leib und Seele geheilt oder erfuhren Hilfe in ihren Anliegen. So wurde beispielsweise Ehepaaren, die jahrelang unter ihrer Kinderlosigkeit litten, die Gnade geschenkt, doch noch Eltern zu werden.

In der jüngeren Vergangenheit hat sich Ros zu einer Pilgerstätte für Gläubige aus dem ganzen Land entwickelt. Dies ist vor allem auch der Tatsache zu verdanken, dass Pfarrer Czeslaw Pawlukiewicz ein charismatischer Priester ist, dessen Exerzitien mittlerweile jährlich Tausende Menschen anziehen.

Es geschehen viele Bekehrungen, Menschen suchen und erfahren Hilfe in Lebenskrisen, es gelingt ihnen, sich von Abhängigkeiten durch Alkohol, Drogen oder Okkultismus zu lösen und eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus zu entwickeln. Für viele Menschen ist dies der Anfang eines neuen Lebens.

Bauarbeiter mit Weihbischof Josif Staneuski vor dem Exerzitienzentrum in Ros.

Bauarbeiter mit Weihbischof Josif Staneuski vor dem Exerzitienzentrum in Ros.

Die katholische Kirche beteiligt sich zugleich auch an einem staatlichen Programm, das Abhilfe gegen die hohe Selbstmordrate des Landes schaffen soll. Durch die innere Erneuerung und die Erfahrung, dass Gott in ihrem Leben wirkt, finden viele Menschen Wege aus der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit.

Nun gibt es in dem Ort jedoch noch keine Unterkünfte für die Pilger und die Menschen, die an den Exerzitien teilnehmen. Bislang übernachten sie in den Häusern der Dorfbewohner.

Bislang keine Unterkünfte für Pilger

Pfarrer Pawlukiewicz hat daher damit begonnen, ein Gebäude, das ehemals als Schule und später als Bibliothek diente, zu einem Exerzitienzentrum umzubauen.

KIRCHE IN NOT hat bereits mit 150.000 Euro geholfen und hat nun noch eine weitere Hilfe von 20.000 Euro für die Fertigstellung der umfangreichen Umbauarbeiten versprochen.

Das dargestellte Projekt ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesem oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von KIRCHE IN NOT/Ostpriesterhilfe ermöglichen.

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8.Mai 2017 15:40 · aktualisiert: 9.Mai 2017 09:00
KIN / S. Stein