INDIEN

Bauhilfe für eine neue Kapelle

Schrein des Prager Jesuskindes in einer Kirche in Indien.

Schrein des Prager Jesuskindes in einer Kirche in Indien.

Millionen Gläubige auf der ganzen Welt lieben und verehren das Gnadenbild des Prager Jesuskindes. Die 48 cm hohe Wachsstatue des Jesusknaben, der als König gekleidet ist und die Weltkugel in seiner linken Hand hält, segnet mit seiner rechten Hand die ganze Erde und alle Menschen.

Das Jesuskind soll ein Hochzeitsgeschenk der heiligen Teresa von Avila an eine spanische Adlige gewesen sein, die nach Prag heiratete. Seit rund vierhundert Jahren steht es nun in der Kirche „Maria vom Sieg“ bei den Unbeschuhten Karmeliten.

Weltweit gibt es Nachbildungen dieses Gnadenbildes, das auch von zahlreichen Heiligen, unter anderem auch von Edith Stein, verehrt wurde. Das Heiligtum in Prag war 2009 die erste Station, die Papst Benedikt XVI. auf seiner Reise in die Tschechische Republik besuchte.

Während der Bauarbeiten für die neue Kapelle in West-Vipparu/Indien.

Während der Bauarbeiten für die neue Kapelle in West-Vipparu/Indien.

Besonders stark wird das Prager Jesuskind von den Gläubigen in Indien verehrt. Dort gibt es mehrere Heiligtümer, die dem Prager Jesuskind geweiht sind. In diesen Kirchen finden mehrere tausend Gläubige Platz, weitere Tausende feiern die heilige Messe und die anderen Gottesdienste auf dem Vorplatz mit.

Die großen Feste, an denen das Jesuskind gefeiert wird, dauern mehrere Tage. Nicht nur Christen nehmen daran teil, sondern auch Hindus und die Anhänger anderer Religionen erweisen dem Jesuskind ihre Verehrung und hängen der Statue Blumengirlanden um. Die Liebe und Verkehrung kennt keine Grenzen.

Aber es gibt in Indien nicht nur die großen Wallfahrtsorte, sondern bis in die abgelegensten Gebiete werden dem Jesuskind Kirchen und Kapellen geweiht. Auch hier erhoffen sich die Gläubigen, dass der „Kleine König“, der die ganze Welt in seinen Händen hält, auch ihre Gebete erhören wird.

Alle packen beim Bau der Kapelle in West-Vipparu mit an.

Alle packen beim Bau der Kapelle in West-Vipparu mit an.

Sie verstehen, dass dieses Kind es ist, von dem der Prophet Jesaja schrieb: „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter, man nennt ihn : Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens“ (Jes 9,5f.).

Eine dieser Kapellen wird dank der Hilfe der Wohltäter von KIRCHE IN NOT bald auch in der Pfarrei von Tadepalligudem in der Diözese Eluru eingeweiht. Diese Diözese liegt im Bundesstaat Andhra Pradesh, in einem sehr armen Gebiet. Es gibt hier mehr als 1150 katholische Dörfer sowie zahlreiche weitere Orte, an denen immer mehr Menschen zum Glauben an Jesus Christus finden.

Ein Priester in der Gemeinde West-Vipparu.

Ein Priester in der Gemeinde West-Vipparu.

Der Pfarrei von Tadepalligudem gehören elf Dörfer an, deren Bewohner bereits katholisch sind. Insgesamt leben hier 6000 Gläubige, es gibt viele Taufbewerber.

In manchen Dörfern gibt es Kapellen mit Lehmwänden, die vor 60 Jahren erbaut wurden und mittlerweile baufällig beziehungsweise für die wachsende Zahl der Gläubigen viel zu klein geworden sind.

Einer dieser Orte ist West-Vipparu. Hier gab es eine kleine Kapelle, die mit Asbest errichtet worden war und die zudem kurz vor dem Einsturz stand. Unsere Wohltäter haben 10.000 Euro gespendet, damit eine neue Kapelle entstehen kann, die dem Prager Jesuskind geweiht sein wird.

Die Gläubigen können es kaum erwarten, sich endlich dort zum Gebet zu versammeln. Der Bau schreitet voran, und bald ist das neue Gotteshaus fertig.

Pfarrer Dharma Raju Matta schreibt uns: „ Aus Dankbarkeit für die Hilfe beten die Gläubigen regelmäßig den Rosenkranz für alle Wohltäter. Die Kapelle dient dazu, den Herrn zu loben und Gott als eine einzige christliche Gemeinde zu danken.“

Das dargestellte Projekt ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesem oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von KIRCHE IN NOT/Ostpriesterhilfe ermöglichen.

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6.Jun 2017 11:22 · aktualisiert: 6.Jun 2017 11:23
KIN / S. Stein