NEPAL

Fahrzeug für den Bischof

Paul Simick, Bischof des Apostolischen Vikariats von Nepal.

Paul Simick, Bischof des Apostolischen Vikariats von Nepal.

Die Lage in Nepal ist heikel: 2015 hat das Land eine neue Verfassung erhalten, und im selben Jahr wurde das Land von zwei schweren Erdbeben heimgesucht.

Im Mai 2017 fanden die ersten Kommunalwahlen seit 20 Jahren statt, auf die voraussichtlich die Parlamentswahlen im Januar 2018 folgen werden.

Im April 2017 wurde ein Brandanschlag auf das Pfarrhaus der Kathedrale in Kathmandu verübt. Gott sei Dank kamen dabei keine Menschen zu Schaden. Die Täter und ihre Motive sind unbekannt.

Es ist nicht das erste Mal, dass die winzige katholische Gemeinde in Nepal Opfer von Angriffen wurde. Im Mai 2009 explodierte eine Bombe in der Kathedrale, und viele Katholiken haben jetzt Angst.

Generalvikar Pater Silas Bogati räumt ein: „Von Zeit zu Zeit werden wir Katholiken hier diskriminiert, und obwohl wir nepalesische Bürger sind, werden wir wie Ausländer behandelt, nur weil wir Christen sind. Leider gibt es in einigen Bereichen der Gesellschaft feindselige Gefühle gegenüber den christlichen Gemeinschaften.“

Bischof Paul Simick mit Gläubigen in Nepal.

Bischof Paul Simick mit Gläubigen in Nepal.

Das Apostolische Vikariat von Nepal erstreckt sich über das ganze Land. Mit 141 000 Quadratkilometern ist es mehr als zweimal so groß wie Bayern.

Der aus Indien stammende Bischof Paul Simick muss viel reisen, um die Gemeinden zu besuchen und ihnen Mut zu machen. Vor allem muss er oft in den Osten des Landes fahren, wo viele Katholiken leben.

Sein Auto ist aber bereits zwölf Jahre alt und wurde in dieser Zeit stark beansprucht. Ersatzteile sind jedoch nicht mehr erhältlich, und so steht der Bischof vor der Notwendigkeit, ein neues Fahrzeug zu beschaffen.

Traditioneller Transport in Nepal.

Traditioneller Transport in Nepal.

Nepal ist überwiegend ländlich geprägt, ein großer Teil des Landes liegt im Himalaya-Gebirge, nur wenige Menschen leben in Städten. So sind die Pastoralreisen des Bischofs weit und anstrengend.

Da Fahrzeuge in Nepal sehr teuer sind, hat der Bischof uns um Hilfe gebeten, und wir haben ihm 40.000 Euro versprochen.

Mit 8000 Gläubigen bilden Katholiken eine winzige Minderheit von 0,1 Prozent. Die zweitgrößte religiöse Gruppe bilden mit etwas mehr als neun Prozent die Buddhisten. Christen machen nur 1,4 Prozent der Bevölkerung aus, wobei Katholiken wiederum in der Minderheit sind.

Nepal war bis zum Jahr 2008 mehr als 240 Jahre lang die einzige hinduistische Monarchie der Welt. Zwar ist der Hinduismus seit 2006 nicht mehr Staatsreligion, jedoch bilden Hindus mit mehr als 80 Prozent die Mehrheit, und das Land ist stark durch den Hinduismus geprägt.

Das dargestellte Projekt ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesem oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von KIRCHE IN NOT/Ostpriesterhilfe ermöglichen.

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Schlagworte:
Armut · Erdbeben · Hinduismus · Kathmandu · Nepal · Paul Simick
6.Jun 2017 11:22 · aktualisiert: 8.Jun 2017 14:00
KIN / S. Stein