PAKISTAN

Seelsorge für christliche Ehepaare und Familien

Christliche Familie in Pakistan.

Christliche Familie in Pakistan.

Die Diözese Hyderabad liegt im Süden Pakistans. Sie erstreckt sich über ein riesiges Gebiet von mehr als 137 000 Quadratkilometern. Das ist fast doppelt so groß wie Bayern.

Hier leben 50 000 Katholiken unter 28 Millionen Muslimen. Die meisten der katholischen Gläubigen in diesem Gebiet gehören ethnischen Minderheiten an, die vormals Hindus waren.

Diese Volksgruppen stehen ganz unten in der Gesellschaft. Sie leisten Fronarbeit auf den Feldern der Großgrundbesitzer oder in den Ziegelbrennereien und sind ihren Dienstherren auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Sie fegen in den Städten die Straßen oder reinigen die Toiletten.

Ihre Löhne werden nur unregelmäßig gezahlt, die Höhe schwankt, und schnell geraten die Familien in die Schuldenfalle. Wird ein Familienmitglied krank oder verliert seine Arbeit oder zahlt der Dienstherr keinen Lohn, müssen sich die Familien Geld leihen.

Kinder in einer katholischen Schule in Pakistan.

Kinder in einer katholischen Schule in Pakistan.

Die Zinsen, die dafür verlangt werden, sind astronomisch, und die Familien geraten immer tiefer in einen Teufelskreis von Armut und Abhängigkeit. Oft kommen sie auch nach mehreren Generationen nicht aus der Schuldknechtschaft heraus. Die ist eine sehr große Belastung, und viele Menschen zerbrechen daran.

„Spirale der Armut, Arbeitslosigkeit und Verschuldung”

Bischof Samson Shukardin schreibt: „Jeden Tag etwas zu essen auf den Tisch stellen zu können, ist für diese Familien ein täglicher Kampf und ihre erlebte Wirklichkeit. Die Spirale der Armut, Arbeitslosigkeit und Verschuldung treibt viele in die Drogensucht und andere Abhängigkeiten und sucht ihr Zuhause heim in Form von Auseinandersetzungen, Konflikten, Beschimpfungen und in manchen Fällen in Form von häuslicher Gewalt“.

Samson Shukardin, Bischof von Hyderabad/Pakistan.

Samson Shukardin, Bischof von Hyderabad/Pakistan.

Dem Bischof liegt es daher besonders am Herzen, dass den Familien geholfen wird, unter diesen schweren Bedingungen zusammenzuhalten und ihren christlichen Glauben so zu leben, dass Frieden, Eintracht und Liebe in den Familien herrscht.

Daher hat er ein Programm ins Leben gerufen, das die Ehepaare und Familien stärken und unterstützen soll.

Unter der Leitung einer Ordensschwester, die sich seit 25 Jahren dem Familienapostolat widmet, und erfahrener Ehepaare werden in allen 17 Pfarreien der Diözese Kurse und Treffen angeboten, die sich jeweils an junge Paare vor der Eheschließung, an Ehepaare in der Phase der Familiengründung sowie an Familien richtet.

Diese Fragen stehen auf dem Programm: Wie wird man zu guten Eltern? Wie kann die Familie gemeinsam beten? Wie kann ich mit meinem Ehepartner gemeinsam Schwierigkeiten bewältigen? Wie können die Ehepartner lernen, miteinander zu reden und einander zu achten? Wir können wir eine christliche Ehe und ein christliches Familienleben aus den Sakramenten gestalten?

Bischof Shukardin hat ein Programm für junge Paare und Familien ins Leben gerufen, das KIRCHE IN NOT unterstützt.

Bischof Shukardin hat ein Programm für junge Paare und Familien ins Leben gerufen, das KIRCHE IN NOT unterstützt.

Der Bischof schreibt uns: „Sie haben meine volle Rückendeckung und meine Unterstützung, denn das Wohl der Familie ist entscheidend für die Zukunft der Welt und der Kirche. Nur wenn wir das christliche Leben der Familien nähren und sie seelsorglich unterstützen, wird die Kirche ihrer Mission treu sein, ‚ein Licht für die Völker‘ zu werden.“

Wir haben versprochen, die Kurse für Familien und Ehepaare in den 17 Pfarrgemeinden mit insgesamt 12.750 Euro zu unterstützen.

Das dargestellte Projekt ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesem oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von KIRCHE IN NOT/Ostpriesterhilfe ermöglichen.

Spenden per PayPal:




Spenden per Sofortüberweisung:

KIN / S. Stein