SRI LANKA

Bauhilfe für ein Schwesternkloster

Eine Ordensschwester vom Apostolischen Karmel besucht eine Familie.

Eine Ordensschwester vom Apostolischen Karmel besucht eine Familie.

Seit 1959 sind Schwestern vom Apostolischen Karmel in Sri Lanka tätig. Die Kongregation wurde 1868 in Indien gegründet, um vor allem Mädchen zu einer Schulausbildung zu verhelfen, zugleich aber Christus ins Zentrum des Lebens zu rücken.

Die Kongregation ist in Indien und Sri Lanka weit verbreitet. In Indien sind es rund 130 Klöster, in Sri Lanka gibt es 37.

Das Kloster in Karaveddy im Norden Sri Lankas besteht seit 1959. Die Schwestern übernahmen damals ein Haus, das einige Jahrzehnte zuvor von europäischen Missionaren errichten worden war. Unter anderem richteten sie auch ein Waisenhaus ein.

Während der 26 Jahre andauernden Bürgerkrieges teilten die Schwestern das Schicksal vieler anderer Einwohner, die die Folgen der immer wieder aufflammenden Auseinandersetzungen zwischen tamilischen Rebellen und Regierungstruppen am eigenen Leibe erleben mussten. Sie mussten fliehen.

Bauarbeiten am Kloster der Schwestern vom Apostolischen Karmel.

Bauarbeiten am Kloster der Schwestern vom Apostolischen Karmel.

Als sie 2009 wieder zurückkehren konnten, fanden sie ihr Haus eingestürzt wieder, denn einsickerndes Wasser hatte das alte Gebäude vollends zerstört. Die Überreste des Gebäudes mussten abgerissen werden, die Schwestern kamen in einem angemieteten Haus unter, wo sie bis heute leben.

Schwestern vom Apostolischen Karmel aus Sri Lanka.

Schwestern vom Apostolischen Karmel aus Sri Lanka.

Sogleich nahmen sie ihre Arbeit wieder auf: die Katechese, die Gebetsgruppen, die Erstkommunionvorbereitung und vor allem die Arbeit mit armen und durch den Krieg betroffenen Kindern. Alles das findet unter provisorischen Bedingungen in der Übergangsbehausung der Schwestern statt. Aber der Platz ist sehr begrenzt.

Die Vertriebenen kehren nun nach und nach in ihre Heimatorte zurück, so dass die Zahl der Hilfsbedürftigen steigt. Die Schwestern würden gern noch mehr Kindern helfen, vor allem Mädchen, die wegen des Krieges gelitten haben. Aber sie können es aufgrund der beengten Verhältnisse nicht.

Es ist daher dringend notwendig, dass sie ihr Haus wieder aufbauen. Aber von der lokalen Bevölkerung, die selbst arm ist, können sie keine finanzielle Unterstützung erwarten.

So haben sie sich vertrauensvoll an uns gewandt und schreiben: „Wir hoffen und beten, dass der Herr mehr Leute dazu inspirieren wird, uns dabei zu helfen, diesen dringend benötigten Bau abzuschließen.“ Wir möchten ihnen mit 18.500 Euro dabei helfen, ihr Haus wiederaufzubauen.

Das dargestellte Projekt ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesem oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von KIRCHE IN NOT/Ostpriesterhilfe ermöglichen.

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4.Aug 2017 12:23 · aktualisiert: 4.Aug 2017 12:26
KIN / S. Stein