ÄTHIOPIEN

Druck eines Buches über die Jungfrau Maria

Muttergottesstatue in Addis Abeba.

Muttergottesstatue in Addis Abeba.

Äthiopien ist ein uraltes christliches Land. „Hier ist Wasser. Was steht meiner Taufe noch im Weg?“ (Apg 8,36), sagt ein Äthiopier in der Apostelgeschichte zu Philippus.

Mit diesem spontanen Beschluss beginnt hier wenige Jahre nach dem Tod Jesu die Geschichte des Christentums.

Fast 45 Prozent der Äthiopier gehören der Äthiopisch-Orthodoxen Tewahedo-Kirche an. Die Katholische Kirche gibt erst im 19. Jahrhundert in dem Gebiet. Katholiken bilden eine kleine Minderheit.

Die Muttergottes wird in Äthiopien sowohl von orthodoxen als auch von katholischen Christen besonders verehrt. Das äthiopische Kirchenjahr kennt 33 Marienfeste. Eine besondere Bedeutung kommt traditionell dem „Bund der Erbarmung“ beziehungsweise dem „Bund der Herrin Maria“ zu.

Dabei handelt es sich um ein zwischen Maria und Jesus geschlossenes Bündnis. Maria bittet dabei ihren Sohn darum, dass jeder vor der Hölle verschont bleiben möge, der in seinem Leben wenigstens eine gute Tat in ihrem Namen vollbracht hat, zum Beispiel um ihretwillen einem Durstigen einen Schluck Wasser gereicht hat.

Gottesdienst in Äthiopien.

Gottesdienst in Äthiopien.

Das Motiv des „Bundes der Erbarmung“ ist auch auf äthiopischen Ikonen sehr beliebt. Maria und Jesus sitzen dann nebeneinander und halten sich bei der Hand.

Überhaupt sind Bilder der Heiligen Jungfrau sehr weit verbreitet, vor allem das Bild der Gottesmutter mit dem Jesuskind, aber auch Szenen aus ihrem Leben wie Verkündigung, Heimsuchung, Geburt und die Flucht nach Ägypten.

Unter den katholischen Christen in Äthiopien sind inzwischen aber auch zahlreiche westliche Marienbilder und -statuen verbreitet, die ebenfalls hohe Verehrung genießen. Es besteht großes Interesse daran, mehr über die internationalen Marienheiligtümer wie Lourdes, Fatima und andere zu erfahren.

Eine äthiopische Frau betet an einer Marienstatue.

Eine Frau aus Äthiopien bei einem Gebet vor einer Marienstatue.

Der äthiopische Kapuzinerpater Antonios Alberto hat mehrere Bücher zu verschiedenen wissenschaftlichen Themen verfasst. Nun hat er ein Buch über die Verehrung der Heiligen Jungfrau geschrieben, in dem die überaus große Bedeutung der Muttergottes für die Kirche dargelegt wird.

In dem Buch erklärt er die Geschichte der Marienverehrung, erläutert die Mariendogmen der Katholischen Kirche und behandelt ausführlich die Geschichte der wichtigsten Marienheiligtümer der Welt.

Das Buch hat 200 Seiten und ist zweisprachig in Amharisch, der wichtigsten der in Äthiopien gesprochenen Sprachen, und Englisch verfasst.

Ein Buch dieser Art fehlt der Kirche in Äthiopien bislang. Es wird dazu dienen, die Verehrung der Muttergottes bei den Priestern, Ordensleuten, Katechisten und bei den Gläubigen zu vertiefen und zu stärken, das Wissen zu erweitern.

Es kann auch einen Beitrag zur Ökumene leisten, denn dieses Buch wird auch für orthodoxe Christen, die die Muttergottes ebenfalls stark verehren, wertvoll und interessant sein.

KIRCHE IN NOT unterstützt den Druck des Buches mit 6.500 Euro.

Das dargestellte Projekt ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesem oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von KIRCHE IN NOT/Ostpriesterhilfe ermöglichen.

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KIN / S. Stein