PAKISTAN

Schutzmauer für ein Seminar

Studenten des Seminars in Lalazar.

Studenten des Seminars in Lalazar.

Immer wieder kommt es in Pakistan zu Übergriffen gegen Christen. Fast jeder Priester hat bereits anonyme Anrufe oder Briefe erhalten, in denen er bedroht wurde. Sogar Bischöfe werden in Drohbriefen dazu aufgefordert, zum Islam überzutreten.

Übergriffe auf Kirchen und kirchliche Einrichtungen kommen immer wieder vor. Manchmal werden nur Steine geworfen, aber es gab auch schon Selbstmordanschläge, Bombenattentate, bewaffnete Angriffe, Brandstiftungen sowie Übergriffe durch aufgeheizte Menschenmassen.

Die Gefahr von Anschlägen besteht immer. Manche Kirchen stehen sogar unter Polizeischutz, und die Regierung hat die Sicherheitsvorschriften erhöht.

Die Diözese Islamabad-Rawalpindi hat 1995 in Lalazar ein sogenanntes „Kleines Seminar“ eingerichtet. Dort absolvieren junge Männer, die sich zum Priestertum berufen fühlen, die ersten drei Jahre ihrer Ausbildung, bevor sie in das Priesterseminar eintreten.

Seit 1995 gibt es in Lalazar das sogenannte Kleine Seminar der Diözese Islamabad-Rawalpindi.

Seit 1995 gibt es in Lalazar das sogenannte Kleine Seminar der Diözese Islamabad-Rawalpindi.

Zurzeit sind es 22 junge Studenten, die im Seminar „Unsere Liebe Frau von Lourdes“ leben, in das geistliche Leben eingeführt werden und unterrichtet werden.

Das Seminar ist von einer Mauer umgeben, die jedoch teilweise eingestürzt ist, so dass Unbefugte leicht in das Gelände eindringen können. In einem Land, das unter Terrorismus und Gewalt leidet, ist dies eine große Gefahr, gerade für die christliche Minderheit.

Neue Mauer soll höher als die alte werden

Daher soll nun die Mauer erneuert werden. Höher und stärker soll sie sein, um die angehenden Priester zu schützen. Aber das Seminar, das seit nunmehr über zwanzig Jahren besteht, stand in der letzten Zeit vor der Herausforderung, dass auch andere Renovierungsarbeiten notwendig geworden waren.

Daher haben die Verantwortlichen KIRCHE IN NOT gebeten, beim Bau der Mauer zu helfen. Wir haben 17.500 Euro versprochen.

Das dargestellte Projekt ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesem oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von KIRCHE IN NOT/Ostpriesterhilfe ermöglichen.

KIN / S. Stein