ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK

Nothilfe für 3000 Menschen

Die Zentralafrikanische Republik gehört zu den ärmsten Ländern der Welt.

Die Zentralafrikanische Republik gehört zu den ärmsten Ländern der Welt.

Seit 2013 befindet sich die Zentralafrikanische Republik in einem bürgerkriegsähnlichen Zustand.

Während sich die Lage in der Hauptstadt Bangui beruhigt hat, sind die übrigen Landesteile weiterhin in den Händen von Rebellengruppen, die sich mittlerweile weiter aufgespalten haben.

Der Staat, der schon in friedlicheren Zeiten nicht in der Lage war, der Bevölkerung in weiten Teilen des Landes auch nur eine minimale Schulbildung, Gesundheitsversorgung und öffentliche Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten, ist nun vollständig abwesend.

Die Vertreter der Behörden und der Polizei waren häufig die ersten, die sich schon vor dem Anrücken von Rebellen in Sicherheit gebracht haben. Geblieben ist nur die Kirche.

Ein Flüchtlingslager in der Zentralafrikanischen Republik, das von der katholischen Kirche errichtet wurde.

Ein Flüchtlingslager in der Zentralafrikanischen Republik, das von der katholischen Kirche errichtet wurde.

Zahlreiche Priester und Ordensleute haben sich unter Einsatz ihres Lebens vor die wehrlose Bevölkerung gestellt. Viele von ihnen wurden selbst mit Waffen bedroht, mehrere wurden entführt, einige getötet.

Bis heute öffnen sie die Türen ihrer Missionsstationen und Kirchen, um Menschen aufzunehmen, die bei Angriffen auf ihre Dörfer und Städte alles verloren haben und nur mit dem Leben davongekommen sind. Die Kirche ist es auch, die stets ihre Stimme für Frieden und Versöhnung erhoben hat.

Kirche ist Stimme für Frieden und Versöhnung

Die Diözese Alindao im Süden des Landes wurde im Mai und Juni 2017 Opfer schwerer Kämpfe zwischen verschiedenen bewaffneten Gruppierungen. Allein in der Stadt Alindao, dem Sitz der Diözese, wurden in dieser Zeit rund 150 Menschen durch Kämpfe getötet.

Kämpfer von Anti-Balaka.

Kämpfer von Anti-Balaka.

Ein Großteil der Einwohner der betroffenen Orte ist geflohen. Die Menschen, die schon vorher arm waren und kaum von der Hand in den Mund lebten, haben nun alles verloren. Zurückkehren können sie vorerst nicht, da die Gefahr durch die Rebellen noch immer zu hoch ist. Immer wieder kommt es zu Gewalttaten.

Bischof Cyr-Nestor Yapaupa.

Bischof Cyr-Nestor Yapaupa.

Die Menschen erwarten alles von Gott und von der Kirche. Sonst haben sie von kaum jemandem Hilfe zu erwarten. „Die Kirche muss für alles sorgen, wobei die Regierung versagt“, beklagt Bischof Cyr-Nestor Yapaupa. Die Menschen wissen, dass sie nur auf Gott und die Kirche zählen können.

Ein Gläubiger sagt: „Wir beten, dass diese Ereignisse schnell enden, damit wir bald wieder nach Hause zurückkehren können. Überall sonst wird den Menschen geholfen, aber hier interessiert man sich nicht allzu sehr für unsere dramatische Lage.

Gott ist unser einziger Schutz; deshalb gehen wir jeden Tag in den Gottesdienst, um Gott anzuflehen, uns zu erhören und aus unserer Lage zu helfen. Zum Glück ist die katholische Kirche für uns da. Der Bischof steht an vorderster Front, um eine Lösung für diese Krise zu finden.“

„Gott ist unser einziger Schutz”

Um den geflüchteten Menschen helfen zu können, unter denen viele Kinder sind, braucht der Bischof jedoch Hilfe. Er vertraut darauf, dass die Wohltäter von KIRCHE IN NOT seine leeren Hände füllen, damit er 3000 Menschen mit den Notwendigsten versorgen kann.

Unser Hilfswerk lässt ihn nicht im Stich, sondern gewährt eine Nothilfe von 30.000 Euro.

Das dargestellte Projekt ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesem oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von KIRCHE IN NOT/Ostpriesterhilfe ermöglichen.

KIN / S. Stein