Licht auf dem Weg zu Jesus

Die wertvolle Arbeit der “Töchter der Nächstenliebe” in Kuba

Die Schwestern kümmern sich auch um Menschen mit Behinderung.

Die Schwestern kümmern sich auch um Menschen mit Behinderung.

Habt Liebe ohne Grenzen – dazu ermunterte der Heilige Vinzenz von Paul die Schwestern seiner Kongregation, die Töchter der Nächstenliebe. Sie leben und handeln danach, auch auf Kuba.

Sie sind “ein Licht auf dem Weg zu Jesus”, sagt Annabel, eine junge Frau in Baracoa, die “dank der Schwestern den Sinn des Lebens” fand. Schwester Marlys lud sie ein, sie zu begleiten.

Sie gingen zu Kranken und Armen. Annabel sah Elend und Not. Aber sie sah auch das Leuchten in den Augen der Menschen, die nicht viel mehr hatten als die Lumpen, die sie auf dem Leib trugen. Sie brachten Brot und Liebe – und sie schenkten Zeit.

Den Notleidenden wurde wieder bewusst, dass auch in ihnen die Würde der Kinder Gottes wohnt. Annabel ist dafür dankbar. Zuvor war ihr Leben monoton, die Tage flossen dahin in einem Strom der Ereignislosigkeit und Langeweile.

Schwester Marlys zeigte mit ihrem Beispiel, wie ein Funke der Liebe dem grauen Alltag leuchtende Farben verleiht. “Ich sah, wie wichtig die kleine Geste oder das Wort der Zuwendung ist, wie ein Lächeln die Gesichter erhellt.” Heute gehört Annabel zur Gemeinschaft der Auferstehung.

Gemeinsames Lernen und Singen gehören zum Programm.

Gemeinsames Lernen und Singen gehören zum Programm.

Wie Schwester Marlys säen auch ihre 55 Mitschwestern den Samen der Liebe. Sie arbeiten mit Kindern und Jugendlichen, speisen Alte, pflegen Kranke zuhause und im Hospital und kümmern sich um Menschen mit Behinderung. “Sie sind meine Familie, meine Mama und mein Papa, bei ihnen geht es mir gut”, sagt die 14-jährige Jessica, sie hat das Down-Syndrom.

Irene, 48 Jahre, leidet an einem Hirntumor: “Wenn die Schwestern da sind, fühle ich, dass Gott mich begleitet.” Juan Carlos Ricardo, 45 Jahre und auf den Rollstuhl angewiesen, schüttet sein Herz aus: “Sie bedeuten mir so viel. Sie sind so gut zu mir, so liebevoll. Aber das Wichtigste ist: Sie geben mir das Gefühl, dass ich ein Kind Gottes bin.”

Überall hinterlassen die Schwestern die Spur der Nächstenliebe. In einem Land, dessen Regime seit einem halben Jahrhundert Gott aus den Herzen der Menschen
ausradieren
will, sind solche Spuren Wegweiser zum Himmel.

Einige der Schwestern der Kongregation Töchter der Nächstenliebe.

Einige der Schwestern der Kongregation “Töchter der Nächstenliebe”.

Eine Herzpatientin, die oft den Besuch einer Schwester erhielt, flüsterte ihr zu: “Sie haben mir die Hoffnung auf Gott wiedergegeben.” Das ist es, was der Gründer des Ordens, Vinzenz von Paul, in diese Worte fasste: “Die frohe Botschaft verkünden mit Wort und Tat – so wie es unser Herr getan hat.”

Das setzt nicht nur ein gutes, gütiges und großes Herz voraus. Dazu bedarf es auch der Aus- und Weiterbildung – und die kostet Geld. Wir haben den Schwestern insgesamt 10.000 Euro zugesagt, aber auch Existenzhilfe. Denn einige von ihnen können nicht mehr viel mehr tun als beten, zum Beispiel die älteste, Schwester Numancia Garcia Hernandez. Sie ist gerade hundert Jahre alt geworden – ein Leben für die Liebe.

Alle in der Medienbox vorgestellten Beiträge können Sie bei uns als CD bzw. DVD unentgeltlich bestellen.

KIN / S. Stein