Ukraine - Wo Gott weint

Beschreibung

Am 24. August 1991 nahm die Verkhovna Rada, das Parlament der ehemaligen Sowjetrepublik, die Unabhängigkeitserklärung der Ukraine an. In einem Folgereferendum unterstützten mehr als 90 Prozent der Bevölkerung der Republik die Idee, dass die Ukraine ein unabhängiger Staat sein und die UDSSR verlassen sollte. Der 24. August 2011 zeichnet 20 Jahre dieser Unabhängigkeit. Das fünfte europäisch-ukrainische Forum stellte vor kurzem fest, dass die Ukraine in ihren fast 20 Jahren Unabhängigkeit gegensätzliche Rekorde aufzeige: Die positive Seite sei ein größeres Bruttoinlandsprodukt durch ein Wirtschaftswachstum. Gleichzeitig stellte das Forum allerdings fest, dass die Ukraine der größte Schuldner des internationalen Geldfonds geworden sei. Politisch zeigt sich also ein konfliktreiches Bild: 2010 wurde die politische Elite um Präsident Viktor Yanukovych gestärkt, die eine sichere Mehrheit im ukrainischen Parlament erreicht hatte; gleichzeitig hat die Partei bei den Aktivitäten auf lokaler Regierungsebene zu erheblichen Änderungen der politischen Landkarte mit dem Resultat geführt, dass die Ukraine ihren Status als die demokratischste Gemeinschaft des Commonwealth der Unabhängigen Staaten verloren hat. Die Herausforderungen, denen sich die christliche Gemeinschaft in der Ukraine mit ihren vier orthodoxen und den zwei katholischen Kirchen (lateinischer und byzantinischer Ritus) stellen muss, sind nicht weniger kompliziert. Ein Zeichen der Hoffnung ist die kürzliche Wahl des 40-jährigen Sviatoslav Shevchuk zum Patriarchen der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche (UGCC), der größten katholischen Ostkirche. Laut dem Patriarchen hat die UGCC eine besondere Aufgabe: als Brücke zwischen den zertrennten Gemeinschaften zu dienen.


 
Produktionsjahr: 2011

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