Indien: Pogrome gegen Christen in Orissa

Beschreibung

Die christliche Gemeinschaft in Indien wird immer noch von den Gewalttaten des Jahres 2008 überschattet, als Hinduextremisten rohe und nicht provozierte Angriffe auf die Christendörfer in Orissa ausübten und tausende von Menschen obdachlos machten. 4640 Häuser, 252 Kirchen und 13 Bildungszentren wurden zerstört. Der indische Christenrat schätzt die Zahl der Opfer auf 70, viele werden immer noch vermisst, also kann die Zahl bei bis zu 500 liegen. 54.000 wurden während dieser Ausschreitungen obdachlos und selbst im Jahre 2010 leben viele von ihnen noch in Flüchtlingscamps. Die Arbeit der katholischen Kirche in Indien macht keinen Unterschied zwischen Kasten und wird daher oft als Gefahr für die existierende indische Sozialstruktur gesehen. Dieses Jahr meldete Indien keine Angriffe auf die christlichen Gemeinden in der Größenordnung jener von 2008, obwohl eine große Zahl von isolierten Vorfällen von Gewalt die Gemeinschaften weiterhin bedrängt. Die indische Bevölkerung wird auf 1.1 Milliarden geschätzt und ist multiethnisch. Mehr als 8% sind Eingeborene eines von 600 verschiedenen Stämmen. Die überwältigende Mehrheit (über 80%) der Bevölkerung sind Hindus, gefolgt von Muslimen (rund 13%) und Christen (2,4%).


 
Produktionsjahr: 2010

Diese und alle anderen Radio- und Fernsehsendungen können Sie bei uns unentgeltlich bestellen - auf Hör-CD (Radio) bzw. Video-DVD (Fernsehen). E-Mail: kontakt[at]kirche-in-not.de


Datenschutz | Impressum