Don Bosco – Ein Heiliger für unsere Zeit

KIRCHE IN NOT unterstützt die Arbeit der Salesianer weltweit

Don Bosco (1815-1888).

Don Giovanni Melchiorre Bosco (1815-1888).

Vor 80 Jahren, am 1. April 1934, wurde der Priester und Jugendapostel Don Johannes Bosco heiliggesprochen. Er gründete 1859 die Ordensgemeinschaft der Salesianer.

Don Bosco wurde am 16. August 1815 als Giovanni Melchiorre Bosco in dem kleinen Dorf Becchi bei Turin geboren. Im Juni 1841 erhielt er die Priesterweihe.

Schon bald danach begann sein Engagement für junge Menschen in Turin, die voller Hoffnung vom Land in die Stadt geströmt waren, dann aber keine Arbeit fanden und sozial entwurzelt ihr Leben meistern mussten.

Für die Erziehung der Jugendlichen betrachtete Don Bosco vier Elemente als wesentlich: Familie, Freizeit, Schule und Kirche. Ein wichtiges Merkmal seiner Pädagogik war die “Assistenz”, die liebend-interessierte Anwesenheit des Erziehers unter den jungen Menschen. “Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen” war sein Wahlspruch.

Don Bosco verehrte den heiligen Franz von Sales

Er bildete Mitarbeiter aus und gründete gemeinsam mit vier Freunden die Gemeinschaft der Salesianer. Die Idee zu dem Namen stammt von Don Bosco, der den heiligen Franz von Sales wegen seiner Menschenfreundlichkeit verehrte. Am 18. Dezember 1859 legten die ersten Salesianer ihre Gelübde ab. Damit war die “Gesellschaft des heiligen Franz von Sales”, so heißen die Salesianer offiziell, gegründet.

Don Bosco erkannte die Zeichen der Zeit. Zum einen sah er die Not der Jugendlichen, die sich in Gefahr befanden, auf die schiefe Bahn zu gelangen. Zum anderen nutzte er zeitgemäße Mittel, um seine Sendung zu erfüllen: Er schaffte für seine Werkstätten moderne Maschinen an und bediente sich der Massenmedien.

Am 31. Januar 1888 starb Don Bosco in Turin. Vor 75 Jahren, am 1. April 1934, wurde er von Papst Pius XI. heiliggesprochen. Damit wurde das Leben und Wirken Don Boscos als vorbildlich und nachahmenswert gewürdigt: als ein Weg, der zu Gott führt.

Die feierliche Verlesung des Heiligsprechungs-Dekretes: „Donnerndes Händeklatschen durchbraust ob dieser Frohbotschaft die weiten Hallen des Petersdoms.“

Die feierliche Verlesung des Heiligsprechungs-Dekretes am 1. April 1934 durch Papst Pius XI.: “Donnerndes Händeklatschen durchbraust ob dieser Frohbotschaft die weiten Hallen des Petersdoms.”

Heute leben und wirken fast 17 000 Salesianer Don Boscos in etwa 130 Ländern. Damit sind sie die zweitgrößte katholische Ordensgemeinschaft. Die Salesianer arbeiten als Priester, Diakone und Brüder in der Jugendseelsorge sowie in der Erziehung und Ausbildung junger Menschen. KIRCHE IN NOT unterstützt ihr weltweites Engagement.

“Die Kirche konnte Dank euch Leben retten”

Im vergangenen Jahr erhielten wir beispielsweise ein Hilfegesuch einer Salesianer-Missionsstation aus Ecuador, die uns um die Unterstützung für den Kauf eines Fahrzeugs bat. Die Salesianer vor Ort kümmern sich unter anderem um die Ausbildung der indigenen Bevölkerung.

Charles Maung Bo, Erzbischof von Rangun / Birma.

Charles Maung Bo, Erzbischof von Rangun / Birma und Ordensmitglied der Salesianer.

Außerdem steht KIRCHE IN NOT in engem Kontakt mit dem Salesianer Charles Bo, Erzbischof von Rangun in Birma. Er war Gast bei unserem 2. Internationalen Kongress “Treffpunkt Weltkirche” 2006 und bei einem Begegnungstag in Vierzehnheiligen 2013. Im Mai 2008 fegte über seine Diözese ein Wirbelsturm, bei dem nach offiziellen Angaben 78 000 Menschen ums Leben kamen. Erzbischof Bo und andere Quellen sprachen sogar von über 100 000 Opfern.

Schätzungen zufolge wurden zwei Millionen Einwohner obdachlos. Unser Hilfswerk hatte damals 80.000 Euro für die dringendsten Reparaturen an kirchlichen Gebäuden zur Verfügung gestellt. In einem Brief bedankte er sich bei den großzügigen Spendern von KIRCHE IN NOT:

“Menschen wie ihr habt diesen Schmerz gefühlt und uns schnell unterstützt. Die Kirche konnte Dank euch Leben retten. Im Namen der tausenden Überlebenden schulden wir euch tiefe Dankbarkeit für euch alle. Noch einmal haben wir erkannt, dass die Weltkirche eine Mutter ist: sie ist da, wo Träne fließen und die menschliche Gemeinschaft zerrissen ist.”

Für Christoph Kardinal Schönborn, Erzbischof von Wien, war unser Gründer Pater Werenfried van Straaten übrigens wie ein zweiter Don Bosco: “Pater Werenfried war ein einzigartiger Mann der Versöhnung und der Hilfe in vielerlei Not. Ich denke, er kann eigentlich nur mit dem heiligen Paulus und mit Don Bosco verglichen werden. Sein legendärer Hut ist für alle, die für diverse Nöte betteln müssen, ein Vorbild.”

Der Zyklon "Nargis" zerstörte zahlreiche Gebäude in den Diözesen Rangun und Pathein.

Bei dem Zyklon “Nargis” in Birma (Myanmar) starben 100 000 Menschen. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört, zwei Millionen Einwohner wurden obdachlos.

Foto: KIN (2), Don Bosco Medien (2)

31.Mrz 2009 14:43 · aktualisiert: 30.Jan 2014 11:29
KIN / S. Stein